Winterpause

Liebe Leser,

das Jahr neigt sich dem Ende und die Feiertage kommen in großen Schritten näher. Deshalb möchte ich mich nun aus dem ereignisreichen Jahr verabschieden und noch eine kleine Ankündigung los werden. Im nächsten Jahr habe ich vor die Rubrik zu erweitern und ein Anlagekonzept zu veröffentlichen. Lassen Sie sich überraschen. Bis dato…

…wünsche ich Euch ein frohes Fest und alles Gute für 2014 !

Stefan Christoph

rentiere

Dax Chartanalyse

Der Dax konnte noch bis 9424 steigen bevor die Korrektur einsetzte. Diese treibt den Index bis an die laufende Unterstützung bei 9000 Punkte. Hier entscheidet sich die „make or break“ Situation. Fortführende Korrektur bis 8775 oder Wiederanstieg bis 9225 bzw an das Allzeithoch. Derzeit gehe ich eher von der bärischen Variante aus.

Widerstand:    ~  9225 | ~ 9424

Unterstützung:  ~9000 | ~ 8775 | ~  8511

Dax_13-12-2013

Dax_13-12-2013w

EuroStoxx50 Chartanalyse

Der Index konnte zwar noch leicht zulegen, den Cluster letztlich jedoch nicht überwinden. Um die Marke von 2875 entscheidet sich nun, ob ein erneuter Angriff an das Top startet. Bricht der support, fällt der Index auf 2725.

Widerstand:  ~ 3046 | ~ 3106

Unterstützung: ~ 2875 | ~ 2725

ESX50_13-12-2013

Euro Chartanalyse

Bislang konnte die Devise stärker zu legen als erwartet. Der Widerstand um 1,382 wurde erneut getestet. Dort deutet sich allerdings eine Abschwächung an. Der Fahrplan sieht wieder fallende Kurse bis 1,33 voraus- anstatt eines Überwinden des Hoch. Sollte dies dennoch gelingen käme als Zielmarke 1,416 auf die Agenda

Widerstand:   1,3824 | ~ 1,416

Unterstützung:     1,330 | ~ 1,3150

EUR_13-12-2013

Erneuerbare Energien verzerren Default-Quote von Mittelstandsanleihen

Fast jeder achte Euro, der in Mittelstandsanleihen investiert wurde, ist von einem Default-Szenario betroffen. Verantwortlich für diese hohe Ausfallrate sind allerdings die massiven Verwerfungen im Bereich der Erneuerbaren Energien, wo Emittenten stark unter Druck kamen, wie eine Analyse von Scope Ratings zeigt.

Seit 2010 beobachtet Scope Zahlungsausfälle (Defaults) von 14 mittelständischen Emittenten. Zusammen haben diese 16 Anleihen mit einem gesamten Volumen von rund 650 Mio. Euro platziert. Bei einem gesamten Platzierungsvolumen aller 145 börsen-gelisteten Mittelstandsanleihen (von 127 Emittenten) in Höhe von 5,6 Milliarden Euro entspricht dies einer Default-Quote von 11,6 Prozent. Damit ist fast jeder achte in Mittelstandsanleihen investierte Euro von einem Default-Szenario betroffen.

In Anbetracht der kurzen Periode ist dies eine vergleichsweise hohe Ausfallquote – auch für ein High-Yield-Anleihesegment. Allerdings muss berücksichtigt werden, dass drei Viertel der betroffenen Anleihen aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien stammen. Ohne die drastischen Verwerfungen in diesem Segment fiele die Default-Quote bei Mittelstandsanleihen signifikant besser aus. Klammert man Unternehmen aus dem Erneuerbare-Energien-Sektor aus, so ergibt sich bisher (Stand 15. November 2013) eine Ausfallrate von 2,6 Prozent in Bezug auf das platzierte Anleihevolumen (bei 5 von 118 Anleihen). Pauschale Urteile über die Kreditqualität der mittelständischen Emittenten lassen sich aufgrund dieser Verzerrung daher nicht treffen.

Drei Szenarien im Falle eines Default

Ein Default liegt vor, wenn eine vertraglich zugesicherte Zahlung, also Kupon oder Rückzahlung des Nennbetrags, nicht zum vereinbarten Termin erfolgt. In diesem Fall gibt es drei Szenarien. Erstens: Die nicht erfolgte Zahlung wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt. Zweitens: Die Anleihe wird restrukturiert. Dies kann beispielsweise bedeuten, dass die Anleihegläubiger auf einen Teil ihrer Forderungen verzichten („haircuts“) oder Zinszahlungen stunden. Ein weiteres Mittel sind sogenannte „Debt-Equity-Swaps“, bei denen die Anleiheforderungen in Eigenkapital umgewandelt werden – aus Gläubigern werden damit Eigentümer. Diese und andere Formen der Anleiherestrukturierung sind aus Investorensicht nur dann sinnvoll, wenn die Fortbestehungssprognose des Unternehmens positiv ist. Ist dies nicht der Fall, bleibt das dritte Szenario: die Insolvenz des Emittenten.

Kommt es zur Insolvenz müssen Investoren in der Regel einen Großteil ihrer Forderungen abschreiben. Die Insolvenzquote (Recovery Rate) beziffert den Anteil der Forderung, den Gläubiger nach Abschluss des Insolvenzverfahrens erhalten. Zwar sind die Insolvenzen der 14 mittelständischen Emittenten noch nicht abgeschlossenen, dennoch erwartet Scope Recovery Rates von durchschnittlich unter 10 Prozent. Ein Indikator für die Insolvenzquoten sind die aktuellen Börsenkurse der betroffenen 16 Anleihen. Sie notieren im Durchschnitt bei 8 Prozent des Nennwerts.

Besicherte Anleihen mit höheren Recovery Rates

Einen im Durchschnitt signifikant höheren Anteil ihrer Forderung erhalten Gläubiger im Insolvenzfall bei besicherten Anleihen. Der Grund: Die Anleihegläubiger können die gestellten Sicherheiten exklusiv verwerten und aus den Erlösen ihre Ansprüche vor anderen Gläubigern befriedigen. Von den 16 ausgefallenen Mittelstandsanleihen verfügen 3 über eine Besicherung. Zuverlässige Aussagen zur Recovery Rate dieser Anleihen lassen sich derzeit jedoch noch nicht machen. Bei US-Hochzinsanleihen zum Beispiel liegt die Recovery Rate besicherter Anleihen bei durchschnittlich rund 60 Prozent.

Quelle: Institutional Money