Bund Future Chartanalyse

Der Zinsmarkt handelt derzeit meines Erachtens an einem entscheidenden Punkt. Dies verdeutlicht sich in allen Preisbildern. Sowohl im adjustierten und nichtadjustierten Kursverlauf des Future als auch im Renditechart. Der Bereich um 1,65 % für 10 jährige Bundesanleihen brachte oftmals eine Trendumkehr mit. Dies korrespondiert derzeit mit der Marke um 144,37 im Bundfuture März 2014. Sollte ein Anstieg darüber gelingen kommt 146,14 auf die Agenda. Der adjustierte Kontrakt zeigt dann sogar neue Hochs an und sollte Momentumtrader anlocken können. Derzeit gehe ich jedoch von steigenden Zinsen aus, was fallende Kurse bedeutet. Erste Unterstützung liegt bei 142,32 und darüber hinausgehend 141,05.

Für das Portfolio bedeutet dies, das ich entweder prozyklisch den Kern aufbauen werde oder taktisch eine Bund Future Short Position einnehmen werde. Ein gesonderte Kommentierung über die Vorgehensweise erfolgt dann.

Widerstand ~ 144,37 | ~ 146,12

Unterstützung ~ 142,32 | ~141,05

Bund_21-02-2014

 

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Dax Chartanalyse

Der Dax mit einem Fulminaten Comeback bereits ab der 9100 Marke. Der Markt schwimmt im Geld und ist anscheinend bereit dies zu investieren. Meine zu vorsichtige Haltung wird entsprechend quittiert. Schaut man auf den Wochenchart sieht man das jedes Tief gekauft wird. Trendverhalten nennt man dies, in beschleunigtem Kursverlauf nach Ausbruch der UML der lila Pitchfork. Dennoch mahnen auch die Nähe zur oberen gelben TK und die leichten Divergenzen im RSI zur Vorsicht. Keine vollkommenen Freude zeigt auch das horizontal verlaufende obere Bollinger an welches direkte Kurssteigerungen über das Hoch ausbremsen sollten. Insgesamt bleibt festzuhalten das es derzeit wenig Zweifel am Aktientrend gibt. Wer investiert ist zieht stopps entsprechend den Unterstützungen nach. Meine kognitive Dissonanz sagt mir weiterhin vorsichtig zu agieren und einen richtigen Auswascher im Markt abzuwarten. Ob dieser kommt wird die Zeit zeigen.

Widerstand:  ~ 9620 | ~ 9852 ~ | ~ 10157

Unterstützung: ~ 9424 | ~ 9100 | ~ 8977

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Euro Chartanalyse

Der EUR gegen den USD befindet sich übergeordnet im Aufwärtstrend. In den letzten Monaten hat sich jedoch eine trading range zwischen ungefähr 1,35 und 1,38 gebildet. Eine Auflösung steht noch aus. Der Widerstand ist ziemlich prägnant und der Kurs dürfte bei Überwinden Schwung nehmen mit Ziel 1,416. Obwohl das nicht mein Plan A ist, deutet derzeitig das Kursverhalten nicht auf Schwäche hin. Alles oberhalb von 1,35 sollte man trendbestätigend interpretieren.

Widerstand: 1,382 | ~ 1,416

Unterstützung: 1,348 | ~ 1,330 | ~ 1,318

EUR_21-02-2014

Gold Chartanalyse

Der Goldpreis konnte das positive Momentum umsetzten und bis an den Widerstand bei 1333 steigen. Nun konsolidiert das Edelmetall. Ein Test der abwärts gerichteten Pitchfork ist nicht ausgeschlossen. Mein Basisszenario ist jedoch das Gold nochmals abtaucht und mindestens 1275 nochmals testet.

Entsprechend wurde die Position im Portfolio glatt gestellt.

Widerstand:    ~1333  | ~ 1361 | ~ 1423

Unterstützung:  ~1275 |  ~ 1234 | ~ 1179

Gold_21-02-2014

Portfolio Allokation

Mit diesem Beitrag möchte ich in einer kurzen Zusammenfassung meine Gedanken zu den Märkten und die zukünftige Ausrichtung des Portfolios widmen.

Die Zielstruktur wird derzeit nur sukzessive aufgebaut. Hintergrund für den zögerlichen Ausbau des Kerns liegt in der taktischen Abstimmung. Die Rentenmärkte haben im Januar und im letzten Jahr gut performt. Die Spreads sind über alle Anleihen-Segmente hinweg deutlich rein gelaufen. Beispielhaft Spanien und Italien mit dem niedrigsten Spread seit 2011. Aber auch Covered Bonds als eines der besten Segmente im Investment Grade Bereich haben sich 2013 gut entwickelt. Die Entwicklung rührt von einer Normalisierung der Kapitalmärkte, der Liquiditätsflut der Notenbanken und der zaghaften Fortschritte in der Bewältigung der Finanzkrise durch Reformen.

Anhang_1       Anhang_2

Das Portfolio soll im Kern mit einer Credit-Barbell Strategie umgesetzt werden. Bei dieser Strategie werden zwei Extreme gebildet um im Endergebnis eine synthetische Allokation in der Mitte zu erhalten . Es wird ein sehr hoher Anteil von Anleihen mit bester Bonität gewählt und für die Gegenseite Anleihen mit größerer Sensitivität z.b. mittels Hochzinsanleihen.

Die Pfandbriefe sollen deutlich aufgestockt werden. Hierzu warte ich allerdings eine Spreadausweitung im Gegensatz zu Bunds ab. Der Zinsanstieg wurde nicht in dem Maße vollzogen wie in den anderen Segmenten. Auch der Bereich der Peripherieländer soll berücksichtigt werden. In Schwächephasen werden Käufe in Staatsanleihen vorgemerkt.

Anhang_3

Das Segment der hochverzinslichen Anleihen halte ich derzeit für weiterhin sehr interessant. Gerade in Zeiten von niedrigem Wirtschaftswachstum entwickelt sich diese Anlageklasse gut. Die absolut hohe Verzinsung bietet einen guten Schutz im Umfeld möglicher steigender Zinsen. Denn der Zinsaufschlag kommt weitestgehend durch die Bonität zustande. Würde ein Zinsanstieg von 100 Basispunkten erfolgen, würde sich das Niveau bei den guten Bonitäten ca. verdoppeln. Bei den „high yields“ wäre der Anstieg lediglich ca. 1/4 des Ausgangsniveaus. Sicherlich sind die Spreads auch hier deutlich kleiner geworden. Allerdings wäre eine Ausweitung um 200 BP bei gleicher Ausfallrate immer noch mit keiner negativen Wertentwicklung auf Kalenderjahresbasis verbunden. (beispielhafte Szenario-Rechnung). Die Ausfallraten sind historisch gering und der Verschludungsgrad der Unternehmen auf einem sehr niedrigem Stand. Die Emissionstätigkeit stieg zwar in der Vergangenheit deutlich an, aber es sind noch keine Überhitzungstendenzen ersichtlich.

Anhang_4  Anhang_5

Anleihen der Schwellenländer in Fremdwährung haben sich 2013 nicht gut entwickelt. Auch das Jahr 2014 dürfte noch von hohen Schwankungen geprägt sein. Diese Länder werden vermutlich unter der Abnahme der weltweiten Liquidität besonders leiden. Allerdings sind bereits deutliche Kurskorrekturen von teilweise 10 % und mehr eingepreist. Unter antizyklischen Gesichtspunkten wird dieses Segment 2014 bei einer Stabilisierung interessant.

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In der globalen Allokation bietet derzeit die USA das bestes volkswirtschaftliche Bild, mit der Möglichkeit dies in Wachstum und Produktivität umzusetzen. Die Konsumenten werden derzeit verstärkt über steigende Immobilienpreise und die rückläufige Arbeitslosenquote entlastet. Dies dürfte mittelfristig zu einer spürbaren Beschleunigung der Wirtschaft führen, die auch die meisten Analysten so auf dem Radar haben. Da sich die Reformen in Europa derzeit mit unterschiedlicher Geschwindigkeit entwickeln und die Wachstumsprognose, ausgenommen von Deutschland, auf tiefem Niveau befinden, sollte der USD im Jahr 2014 an Stärke hinzugewinnen können.

Anhang_6  Anhang_7

Der Bereich Aktien kann derzeit kein Teil des Kernportfolios werden. Hintergrund sind die fundamentalen Daten die den Aktienmarkt bereits Kurs- wie Bewertungstechnisch in keinem günstigen Licht mehr erscheinen lassen. Je nach Indikator sind neutrale bis leicht überbewertete Zustände festzustellen. Die Gründe pro Aktien in Puncto Dividende und Unterbewertung sowie Gewinnwachstum nehmen zunehmend ab. Die Hausse wird sich meines Erachtens wandeln. Aktuell von der Liquidität getrieben wird sich zukünftig der Fokus stärker auf die Unternehmensdaten richten. Dabei dürften schlechte News deutlich mehr negative Kursimplikationen auslösen, als das in der jüngsten Vergangenheit der Fall war. Deshalb soll hier mehr opportunistisch agiert und die Aktien mittels Satelliten abgedeckt werden. Denn klar festzuhalten bleibt, dass sich derzeit die Aktienbörsen in einem Aufwärtstrend befinden, den man nicht unterschätzen darf und deswegen wird dieser Teil trading technisch entsprechend abgebildet.

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Im Bereich Rohstoffe stich derzeit Gold heraus. Die herben Kursrückgänge vom Hoch betrugen im Tief ca. 38 % und haben die Bestände an ETFs , die vorwiegend nur von Kapitalanleger gehalten werden, deutlich abschmelzen lassen. Der Optimismus ist gewichen und die Unsicherheit über die Konsensus Schätzungen gehen weit auseinander. Dies in Verbindung mit den niedrigen Terminkurvensätze bringt eine reelle Chance auf eine temporäre Erholung.

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Die derzeitigen Risiken liegen in der Ungewissheit wie sich der Liquiditätsentzug durch die FED auf die Märkte auswirken wird. Ohne historische Beispiel kann jedoch vermutet werden das die Volatilitäten ansteigen dürften. Interessant wird auch die Entwicklung über die Zinskurve hinweg. Die Steilheit ist auf einem hohen Niveau und dürfte sich in den nächsten Jahren verflachen. Im ersten Schritt dürfte sich dies über das lange Ende vollziehen, da die Notenbank die kurzfristigen Zinsen gut aussteuern können und derzeit keine Anzeichen dafür vorliegen.

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Quellen: JP Morgan, LBBW, DZ-Bank, Nordea, Capital Management, Bloomberg, eigene Recherchen

 

Portfolio Kommentar

Der EUR/USD neigt derzeit nicht zur Schwäche und die Position wurde aus Risikogesichtspunkten geschlossen. Somit wurde – 0,81% oder -2.364 Euro erlöst was ca. 2,5 BP des Depotwerts entspricht.

Der Goldpreis zieht deutlich an und das untere Verkaufslimit wird auf den Einstandspreis der Position gezogen. Im Bereich von 1330 USD wird die Position wieder aufgelöst.

Der ETF auf die Pfandbriefe wird vermutlich bei Bund Future Kursen unter 143 geschlossen.

Portfolio Kauf

Nr.5 Xetra Gold

Ein weiterer Satellit wird in den taktischen Depot-Teil in Höhe von ca. 1% des Portfolios gekauft. Es wird von einem steigendem Goldpreis ausgegangen und Xetra-Gold gekauft. Zielkurse zur Auflösung sind 1330/1360 und in der Verlustbegrenzung zunächst auf 1234.

Xetra-Gold® Inhaberschuldverschreibungen verbriefen einen Anspruch auf Lieferung von einem Gramm Gold je Inhaberschuldverschreibung nach Ausübung durch den Anleger oder nach Kündigung durch die Emittentin. Xetra-Gold® Inhaberschuldverschreibungen richten sich an Anleger, die davon ausgehen, dass der Preis von Gold steigt und der EUR gegenüber dem USD nicht abwertet. Weitere Infos finden sie hier.

 

Gold Chartanalyse

Gold hat den übergeordneten Abwärtstrend vorübergehend mit einem Doppeltief bei ca. 1200 gestoppt. Mit Bruch der Minimalkorrektur der letzten Abwärtsbewegung ist sogar kurzfristig neues Aufwärtspotential geschaffen worden. Die nächste Zielmarke verläuft bei 1330 und ein Widerstandscluster in Form der obere Medianlinie der Pitchfork und letztem Verlaufshoch bei rund 1360.

Für das ALBI Concept wird in Höhe von 1% des Portfolios Xetra Gold gekauft.

Widerstand:    ~1330  | ~ 1361 | ~ 1423

Unterstützung:   ~ 1234 | ~ 1179

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