Gold Chartanalyse

Die Bodenbildung im Gold im kleinen Zeithorizont schlug fehl und das Edelmetall gab daraufhin deutlich nach. Gepaart mit neuen Allzeit Hochs in den Aktienmärkten ist die „Versicherung Gold“ derzeit unattraktiv. Die nächste Unterstützung wartet bei 1234 und dann am Tief von 2013 bei 1179. Dort lauert dann die nächste Chance zur „großen Bodenbildung“. Zunächst erwarte ich ein Pendeln zwischen dem Tief und 1275.

Warum der Goldpreis um 1200 eine nachhaltige Möglichkeit hat langfristig wieder zu steigen, wird dann Gegenstand eines separaten Beitrags.

Widerstand:    ~1275 |  ~1333  | ~ 1392

Unterstützung:  ~ 1234  | ~ 1179

Gold_30-05-2014

Euro Chartanalyse

Der Bruch der gelben Trendlinie, die auch die untere Keilformation ausmacht , löste Kursverluste im Euro aus. Die nächste Unterstützung liegt bei 1,35. Dort dürfte zunächst eine Gegenbewegung erfolgen um dann im Weiteren die 1,33 anzulaufen. Der graue Widerstandsbereich um 1,40 zeigt deutlich Wirkung und wurde mehrmals das Ende von Aufwärtsbewegungen. Dort sollte die Devise mittelfristig gedeckelt sein.

Widerstand:  ~ 1,3825 | ~ 1,40 | ~ 1,407

Unterstützung: ~ 1,3518 | ~ 1,329 | ~ 1,322

EUR_30-05-2014

Dax Chartanalyse

Die kleine Handelsspanne des Dax löste sich nach oben auf und folge richtige machte der Index neue Höchststände. Die 10.000 er Marke hat der Dax nun im Visier. Die grüne Flaggen Formation ist übergeordnet bullish zu interpretieren. Ziele nach oben sind bei 10.127 und 10.333 auszumachen. Bei 9800 ist die erste Unterstützung auszumachen und um 9665 steht das nächste Bollwerk bereits an. Bis zur nächsten EZB Sitzung dürfte der Dax grünes Licht haben. Dann wird neu sortiert.

Widerstand:    ~ 10.064 | ~ 10.127 | ~ 10.333

Unterstützung: ~ 9800 | ~ 9665 | ~ 9420

Dax_30-05-2014

Monatskommentar Mai

Die letzen zwei Monate waren geprägt von der Verunsicherung in der weiteren Vorgehensweise der EZB-Geldpolitik inkl. unorthodoxischen Maßnahmen und der Auseinandersetzung in der Ukraine. Darauf reagierte der Markt mit erhöhter Nachfrage nach Zinspapieren. Allerdings wurde nicht nur Sicherheit in Form von Bundesanleihen und Pfandbriefen gekauft, sondern aufgrund der besseren Ausstattung auch der Anleihen Peripherie. Der Appetit auf auskömmliche Verzinsung ist ungebrochen.

Performance_Gov_05-2014

 

Auch die Spreads von Corporate Bonds laufen weiter rein. Die geringen Ausfallraten und die vernünftigen wirtschaftlichen Perspektiven beflügeln weiterhin den High Yield Markt. Der April war einer der stärksten Monate für Neuemissionen seit langen. Der Markt ist zwar mittlerweile in absoluter Sicht hoch bewertet, aber relativ zum Rest des Universums weiterhin interessant.

ASW_Corp_05-2014

Zusätzliche Unterstützung könnte der Rentenmarkt von Amerika erhalten. Sollte die Rendite unter 2,50 % fallen, dürfte die Bondrally weiter gehen. Das Tapering hatte bislang keine so negativen Auswirkungen wie manche Markteilnehmer befürchtet haben. Durch diese Falschpositionierung entstand somit erhöhter Eindeckungsdruck.

10YUSD_05-2014

Das wirtschaftliche Umfeld gemessen über das Economic Sentiment gibt derzeit grünes Licht und signalisiert einen zarten Aufschwung. Allerdings konnte sich diese positive Überzeugung noch nicht dynamisch in Unternehmensgewinne umsetzten.

Economic Sentiment_05-2014

Das Bewertungsmodell der LBBW sowie auch anderer Institute zeigen derzeit einen fairen Marktwert an. Die Unternehmen müssen also mit steigenden Gewinnen die Anleger bei Laune halten. Kommt es hier zu Enttäuschungen gepaart mit einem negativen extrenen Event könnte die Stimmung schnell kippen. Anderseits sind die Kursstände per se kein Verkaufsargument, da weiterhin rendite trächtige Alternativen zu Aktien kaum auszumachen sind.

Dax_Bewertung_05-2014

Die Emerging Markts auf der Rentenseite könnten hier eine Rolle spielen. Die Stimmung hat sich spürbar aufgehellt und die Kurse haben dort bereits angezogen. Die „fragile five“ stabilisieren sich und unter antizyklischen Gesichtspunkten wird der Schwellenländer-Markt wieder zunehmend interessant.

Sentix-EMD-Sentiment

Im Portfolio selbst hätte eine aggressivere Ausrichtung nicht geschadet. Die Investitionsquote von ca. 50 Prozent brachte in den letzten Wochen zwar Zuwächse im Portfolio, allerdings hätte die Idee in der Peripherie stärker verfolgt werden sollen. Risikobehaftete Assets lagen im Trend und performten gut. Auf der Seite der Satelliten bin ich mit der Entscheidung, jeweils nur temporär im Aktienmarkt  engagiert zu sein, zufrieden. Der Markt bietet immer Chancen swings mit zu nehmen, allerdings möchte ich hier weiterhin gezielt investiert sein. Im Gold könnte demnächst ein Kursschub erfolgen. In der letzten Woche extrem volatil zeichnet sich hier ein stärkerer Ausbruch ab.

Insgesamt steht per 16. Mai mit + 0,36 % Wertzuwachs nach Kosten ein annehmbares Ergebnis da. Der HVPI Index erhöhte sich im gleichen Zeitraum um ca. 0,29 Prozent.

Performance_05-2014

Die Duration ist planmässig leicht gesunken und die Effektivverzinsung ebenso gefallen was dem Portfolio zu Gute kam.

Portfolio_05-2014

Der Zeitstempel zeigt folgendes Bild.

Verlauf_05-2014

 

 

Wachstumsmärkte werden weiterhin überschätzt

Die Ergebnisse der Unternehmen aus den Schwellenländern haben im letzten Quartal die Konsensschätzungen sehr deutlich verfehlt. Ihr einst ausgeprägter Wachstumsvorteil gegenüber Firmen aus Industrieländern ist weitgehend weggeschmolzen. Die Analysten haben ihre Erwartungen noch nicht ausreichend der Realität angepasst. Damit dürften auch die Aktienbewertungen in den besagten Märkten nicht so günstig sein, wie sie auf den ersten Blick aussehen, menen die LGT-Experten in einer aktuellen Analyse.

Globale Berichtssaison in der Zielgeraden

Rund 85 Prozent der Konzerne des MSCI World (Industrieländer) sowie mehr als 60 Prozent der Firmen aus den „Emerging Markets“ (EM) und der stark mit Letzteren korrelierenden Ländergruppe „Asien-Pazifik ohne Japan“ (APXJ) haben inzwischen ihre Geschäftsergebnisse für das erste Quartal 2014 publiziert.

Im MSCI World ist der Gewinn je Aktie im Jahrvergleich um durchschnittlich (aktiengewichtet) 6,6 Prozent gestiegen. Damit wurde der Konsenswert um 4,4 Prozent  übertroffen. Die amerikanischen und europäischen Ergebnisse wuchsen dabei um knapp 4 bzw. 2 Prozent, schlugen damit aber die Erwartungen um immerhin rund 4 bzw. 6 Prozent. Umgekehrt verfehlte Japan diesmal den Konsens um 7,5 Prozent, wies aber dafür erneut das mit Abstand höchste Gewinnwachstum aus (73,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr). Am auffälligsten war jedoch die Schwäche der Ergebnisse in den EM und in Asien: Das EPS-Wachstum war mit 2,6% bzw. 6,3 Prozent sogar tiefer als im MSCI World, während das Ertragsniveau 37 bzw. 43 Prozent unter den Konsensschätzungen lag.

Asiatische Märkte und Schwellenländer systematisch überschätzt 

In den 18 Quartalen seit Beginn der weltweiten Ertragserholung Q4/2009 hat die Region „Asien Pazifik“ zehnmal den Konsens verfehlt, Europa und Japan je siebenmal und die USA kein einziges Mal. Seit dem Qvierten Quartal 2011 haben die APXJ- und EM-Gewinne die durchschnittliche Schätzung der Analysten nur einmal nicht verfehlt. Insofern ist es enttäuschend, dass der Konsens seine offenbar systematisch zu hohen Erwartungen gegenüber den Schwellenländern offenbar immer noch nicht der Realität angepasst hat.

Vorerst noch intakter Schwächetrend der Emerging Markets

Diese Entwicklung ist konkret aus folgenden Gründen enttäuschend: Erstens hatte die gute Börsenperformance vieler betroffenen Märkte seit Anfang Jahr Hoffnungen auf ein Ende der Talfahrt im EM-Ertragszyklus genährt. Die jüngste Berichtssaison suggeriert jedoch, dass es sich dabei doch nur um eine temporäre, „technische Gegenbewegung“ im Rahmen eines intakten Schwächetrends handelt. Aus den bisherigen Ergebnissen lässt sich jedenfalls noch keine Wende ablesen. Möglich wäre allerdings, dass mit diesem besonders schlechten Quartal der Tiefpunkt erreicht wurde. Viele Marktteilnehmer sind jetzt offenbar bereit, auf diese Möglichkeit zu spekulieren. Angesichts der immer noch schwachen konjunkturellen Frühindikatoren in den meisten großen Schwellenländern (Brasilien, Russland, Indien und China) ist aus unserer Sicht diesbezüglich jedoch weiterhin Vorsicht angebracht.

Bewertungen nicht so günstig wie sie wirken

Zweitens bedeutet die zunehmend negative Abweichung vom Konsens, dass die Bewertungen in den betroffenen Märkten nicht so attraktiv sind, wie sie auf den ersten Blick wirken. Die tatsächlichen Erträge in Asien-Pazifik unterschritten den Konsens in den letzten vier Quartalen beispielsweise im Schnitt um rund 10 Prozent. Im Euroraum und den USA lagen die Gewinne hingegen 2 bis 5 Prozent über dem Konsens, in Japan sogar 17 Prozent darüber. Unter der Annahme, dass der Konsens weiter im gleichen Ausmaß wie im vergangenen Jahr „irrt“, würde das geschätzte Kurs-Gewinn-Verhältnis für Asien-Pazifik von 11,9 auf 13,2 steigen. Das wäre nur marginal tiefer als die entsprechend adjustierten KGVs der anderen Märkte, die aber inzwischen häufig mehr Gewinnwachstum bieten. Irrt der Konsens erneut um 43 Prozent, dann würde das KGV auf 21,4 ansteigen. Damit wäre der Asien-Index „teurer“ als die anderen Märkte. Es ist daher ratsam, die Anpassung der Konsenshaltung abzuwarten. Sofern die EM keinen plötzlichen Wachstumssprung erleben (was angesichts der Frühindikatoren unwahrscheinlich ist), wäre es paradoxerweise hilfreich, wenn sich die Stimmung gegenüber den EM noch einmal verdüstern würde, um die Erwartungen endlich auf ein realistisches Maß zu senken. Die jüngste Berichtssaison zeigt, dass dieser Anpassungsprozess noch nicht abgeschlossen ist.

Quelle: institutional money

Euro Chartanalyse

Nach der EZB Sitzung gab der Euro zum Dollar deutlich nach. Das temporäre Hoch zuvor konnte nicht positiv umgesetzt werden und der graue Bereich stellt wieder einmal den bestimmenden Widerstand dar. Auch wenn sich der Euro weiterhin in einem intakten Aufwärtstrend befindet, kann ich der Devise keine wirklich positive Seite abgewinnen. Der Kurs keilt sich ein und dürfte bald einen Kursimpuls vorbereiten. Ich gehen weiterhin von einem mittelfristig stärkeren Dollar aus. Allerdings sollte das Währungspaar dies bald möglichst umsetzten. Den im übergeordneten Bild ist der langfristige Abwärtstrend gebrochen und wartet nur auf die Bestätigung. Egal wie sich der Markt entscheidet,  bei einem Fehlausbruch sowie einem bestätigten Trendbruch dürften die Weichen dann für einige Wochen gestellt werden.

Widerstand:  ~ 1,40 | ~ 1,416

Unterstützung: ~ 1,3740 | ~ 1,348 | ~ 1,330

EUR_09-05-2014

EUR_09-05-2014w

Dax Chartanalyse

Der Dax zeigt sich weiter lustlos und schwankt in einer engen Handelspanne zwischen 9412 und 9550. Derzeit gibt es kaum Signale und desshalb ist abwarten angesagt. Positiv ist, dass die Konsolidierung bislang auf hohem Niveau abläuft, was ich übergeordnet als trendbestätigend werte.

Widerstand:    ~ 9550 | ~ 9720 ~ | ~ 9800

Unterstützung: ~ 9412 | ~ 9200 | ~ 8977

Dax_09-05-2014