Portfolio Kommentar März

Das erste Quartal war geprägt von einigen Events. Die Aufgabe der Untergrenze des EUR/CHF durch die SNB, der Start des Aufkauf Programms der EZB und der Debatte um Griechenland. Obwohl man meinen könnte, dass sich hieraus eine deutliche Volatilität entwickeln hat, wurde eines Besseren belehrt. Die Geldflut hebt alle Boote und somit gab es im Zinsmarkt, Aktienmarkt und Devisenmarkt nur eine Richtung. Die Bundesrendite fiel auf ein historische Niveau von 0,18 % und gleichzeitig gewann der DAX von Jahresbeginn über 23 % auf Höchstwerte von 12.219 Punkten. Der Euro gegenüber Dollar verlor bis zu Kursen um 1,057 , was die letzten 10 Jahre nicht mehr der Fall war.

Im Depot hat sich diese Entwicklung wie folgt niedergeschlagen. Top Performer sind die Anleihen auf USD denominiert. Sowohl die USD Treasuries als auch die Schwellenländer Anleihen, die ich im Dezember nochmals aufgestockt habe, sind bei Wertentwicklungen jenseits von 15 % sehr gut gelaufen. Aber auch die Langläufer mit +10 und +25 Restlaufzeit konnten seit dem Ankaufprogramm mit + 4% und mehr gut zulegen. Der ETF auf spanische Staatstiteln hat jedoch bislang kein Performancebeitrag geleistet. Auch den Aktienmarktaufschwung seit Januar konnte ich nicht abgreifen. Die Korrekturen für einen sinnvollen Einstieg waren für mich zu klein und entsprechend war das ALBI Concept nicht investiert.

Verlauf_03-2015

Insgesamt ist die Entwicklung in 2015 sehr erfreulich. Die Performance seit Jahresbeginn per 30.03.2015 liegt bei 3,28 % gegenüber der Benchmark HVPI ohne Tabak von -1,2 % (seit Beginn). Allerdings bin ich mit dem niedrigen Investitionsgrad nicht ganz zufrieden. Die Zinsmärkte sind mittlerweile so teuer, dass ich derzeit nur schwer vernünftig bewertete Anlagen finde. Hauptsächlich habe ich die Duration (Rente 8,17 ) deutlich hoch gefahren. Diese werde ich nun eng beobachten. Auf der Credit Seite bin ich derzeit nicht im High Yield Markt vertreten. Der ETF hat seit Verkauf etwas an Wert eingebüßt. Sollten es hier nochmals Abgaben von 1 bis 2 Punkte geben, möchte ich auch hier wieder zuschlagen.

Performance_03-2015 Portfolio_03-2015

Euro Chartanalyse

Der Euro geht weiter schwach und die Marke von 1,08 wurde angehandelt. Temporär dürfte sich auch hier nun ein gewisse Gegenbewegung einstellen. Bricht die Unterstützung sind Kurse um 1,014 denkbar. Dies gilt solange 1,144 nicht überboten werden. Deutliche Erholungschancen kommen jedoch erst ab Kursen von 1,177 zur Sprache. Derzeit wäre dem Euro bereits geholfen den scharfen Kursverfall zu stoppen und eine seitwärts Phase zu etablieren. Die Möglichkeit bestünde derzeit an der 1,08.

Widerstand:   ~ 1,140 | ~ 1,177

Unterstützung:  ~ 1,079 | ~ 1,01

EUR_06-03-2015w

Gold Chartanalyse

Das Gold im erwarteten Zielbereich um 1181 angekommen. Nun wird es spannend ob das Bollwerk seit 2014 hält. Derzeit tendiere ich zum einem weiteren Geplänkel zwischen der laufenden Unterstürzung und der Hürde um 1300.

Widerstand:    ~1307  | ~ 1345

Unterstützung:   ~1181  |  ~ 1083

Gold_06-03-2015

Dax Chartanalyse

Der Dax zeigte keine nennenswerte Korrektur und steigt weiter steil. Nun handelt der Index an einem Zwischenziel von 11.614 Punkten. Hier dürfte sich zunächst wieder eine kleine Konsolidierung einstellen. Weitere Ziel sind bei 11.811 und 12.073 Punkte auszumachen, solange die 11.000 und 10.600 Punkte nicht unterboten wird. Das Momentum zieht an und die Chance auf weiter steigende Kurse ist hoch.

Widerstand:     ~11.614 | ~ 11.811 | ~ 12.073 | ~ 12.588

Unterstützung:   ~11.000 | ~ 10.600 | ~ 10.340

Dax_06-03-2015

Portfolio Kauf

Für den Zinsmarkt war ich im Dezember vorsichtig gestimmt. Es gab zwar keine scharfe Bewegung, aber eine leichte Tendenz abwärts. Alles in allem lief der Zinsmarkt seitdem seitwärts. Unten der Verlauf mit der für mich wichtigen Renditemarke von 0,40 %. Hier kann sich für die nächsten Wochen eine Entscheidung abzeichnen. Nimmt der Markt diese Hürde können nochmals Rendite um 0,6 % erreicht werden. Spätestens dann sehe ich nochmals deutliche Zinsrückgänge auf uns zukommen.

10YEURO_2015-03-06

Da ich derzeit jedoch eine sehr hohe Cash Quote habe wird bereits jetzt schon ein Teil investiert um bei einer vorzeigten Abwärtsbewegung dabei zu sein. Hierbei möchte ich mich auf den hinteren Teil der Bundkurve konzentrieren. Der „Draghi“ Put walzte die Kurve von vorne aus kommend nach hinten platt. Dabei werden die Anleger gezwungen immer länger zu investieren um eine positive Nominalrendite zu erwirtschaften. Das hat sich bereits in den letzten 6 Monaten abgezeichnet. Verdeutlicht an der rot gestrichelten Bundkurve vor 6 Monaten und der Roten heute. Die größten Bewegungen im Spread unten dargestellt, verläuft im hinteren Teil der Kurve. Die EZB möchte Bonds bis zu einer negativen Rendite von -0,2 % kaufen. Das könnte im vorderen Teil eine gewissen Entlastung bringen und eine Kurvendrehung herbeiführen. Verdeutlicht durch die vereinfachte blaue Gerade.

Bund_Kurve_2015-03-06

Des weiteren soll über die vermutliche Spreadeinengung der Peripherie partizipiert werden. Im Vergleich zum September haben Spanien und Italien Platz bis zu den Septembertiefs und evtl noch darüber hinaus. Portugal nimmt Momentum auf, mit Bruch des angesprochenen Verlaufstiefs, da hier noch der größte absolute Ertrag drauf steht. Leider gibt es keine ETF mit der ich diese Strategie abbilden kann. Deshalb konzentriere ich mich auf Spanien.

CDS_GOV_2015-03-06

Konkret wird ein ETF auf den REXp mit Laufzeiten größer 10 Jahren aufgenommen, Gewichtung 5 %, Weitere Infos erhalten Sie hier. Dann der bereits bekannte ultra Langläufer des IBoxx +25 Y mit 4% und das spanische Pendant der GOVis mit eine Größenordnung von 5 %. Infos erhalten Sie hier.