Euro Chartanalyse

Im Euro ist der Abwärtstrend vollkommen intakt. Das letzte Verlaufshoch wurde nicht überboten. Sogar mustergültig der Test an den ABT nach Ausbildung des kleinen Doppelbodens. Bricht die Unterstützung um 1,11 weg, bestätigt sich die Annahme mit Zielen um 1,08 und dem Tief.

Widerstand:   ~ 1,126 | ~ 1,151 | ~ 1,175

Unterstützung:  ~ 1,11 | ~ 1,085 | ~ 1,054

EUR_22-05-2015

Marktkommentar

Meine Grundüberlegung zur der aktuellen Marktlage sind folgende:

Ich unterstelle dass das große Bild unverändert bleibt:

  • Die Korrelation zwischen 10 Y Bund Rendite und EUR/USD hat weiterhin Bestand.
  • die Zinsdifferenz Euro zu USD bleibt oder steigt sogar noch leicht an.
  • die EZB setzt  das Kaufprogramm wie geplant fort.
  • Die Anleger sind weiterhin auf der Suche nach yield.

Dann meine ich, dass der letzte Monate eine Korrektur im unveränderten Trend ist, und der Euro und die Zinsen nochmals Richtung der Tiefstände laufen. Denn der Renditevorteil in USD Anlagen ist weiterhin höher als die kurzfristigen Hedging Kosten. Es lohnt sich die pick ups weiterhin mit zu nehmen.

EURUSD_10Y_Corelation_2015-05-21 Rendite_Hedgekosten

Bund Future Chartanalyse

Der Ausverkauf des Bund Futures geht weiter. Nach Bruch der unteren Median Linie der lila Pitchfork hat sich der Kursverfall beschleunigt. Nun handelt der Kurs an der 154 Marke, dem gelben Aufwärtstrend , welcher mit dem 138 % Fibonacci Extension bei 0,57 % in der 10 Y Bund entspricht. Hier könnte sich der Abverkauf zunächst beruhigen. Weil das CRV bei 0,05 % im 10Y Bund nicht mehr gut war, habe ich entsprechend reagiert und konnte Positionen reduzieren. Den Bruch des orangefarbenen Trendkanals, welchen ich so nicht erwartet habe, hat eine Stopp loss Welle in Gang gesetzt. Die Gewinne in den Bonds wurden gesichert. (Was auch den Abverkauf in den Währungs- und Aktienmärkte begründet). Das sieht mach schön an der Analyse des Kassamarktes im Gegensatz zum CDS-Markt. In dem Chart unten sieht man den Verlauf des Bundes in Blau, Spanien in Grün und Italien in rot. Um den 15 April zogen die Renditen der Peripherie an um dann wieder leicht ab zusacken. Dies wurde durch den unteren CDS Chart (hier grün und lila) bestätigt. Der letzte heftiger Renditeanstieg seit 04 Mai ging aber nicht mehr mit dem CreditDefaultSwaps einher. (Auslöser vermutlich der vorheriger Renditeanstieg im Bund, welcher die Risikobudgets gerissen hat). Sprich das Ausfallrisiko wird nahezu gleich eingeschätzt, aber die Bonds wurden höher bepreist was Kursverluste bedeutet. Das spricht meines Erachten auf einen Squeeze, der sich in den nächsten Wochen wieder legen sollte. Kein Wunder: die Kurse kennen seit Monaten nur eine Richtung ohne nennenswerte Reaktion. Diese kann auch noch Richtung 0,66 % und 0,71 % in der Spitze gehen. Der Strategie in diese Schwäche hinein die Langläufer aufzustocken, bleibe ich treu. Die Maximalquote habe ich bei 20 % 10y Bund, 10 % bei den 15 Jährigen und 15% bei den Ultralangläufern gesetzt. Die Spanischen Bonds werde ich ebenso eng beobachten.

Bund Future

Widerstand ~ 155,98 | ~ 157,54

Unterstützung ~ 153,45 | ~152,59 | ~151,83

Bund_06-05-2015

10 Y Bund Rendite

Widerstand:    ~ 0,57 % | ~ 0,66 % | ~ 0,71 %

Unterstützung:    ~ 0,42 % | ~ 0,28 % | ~ 0,05 %

10YEURO_06-05-2015

Rendite Deutschland, Spanien und  Italien

10Y_Gov_Vergleich_06-05-2015

CDS Markt Deutschland, Spanien und  Italien

CDS_GOV_06-05-2015