Portfoliokauf

Ich habe spanische Anleihen leicht aufgestockt, da ich mit einer Beruhigung der Märkte in Spanien rechne. Der CDS liegt am oberen Ende der Tradingrange. Nach der abgeschlossenen Wahl sollte sich die Unsicherheit vermindern. Ich greife der Entwicklung vor und stocke um 3 % auf.

Spain_CDS-25-09-2015

Ebenso werden die arg gebeutelten Schwellenländer erhöht. Mittlerweile sollte genug Risikoprämie in den Kursen enthalten sein um bei einem Übergang in Normalität entsprechend zu partizipieren. Alleine schon aus den Kupons dürfte eine positive Ertragserwartung gegeben sein.  Auch hier werden ca. 3 % des Depotvolumens investiert.

EM_spread-25-09-2015

 

Portfoliokauf

Wie angekündigt möchte ich Exposure in Norwegen aufbauen. Die Zinssenkung heute hat die Devise ordentlich unter Druck gebracht. Der Kurs steigt derzeit auf 9,48 und ist in den Bereich der letzten Trendumkehr eingedrungen. Die Position von ca. 4 % des Depotwerts wird antizyklisch gekauft. Die Abblidung wird über einen ETF vorgenommen soll eine Zielgröße über 10 % erlangen.

EUR_NOK_24-09-2015

Auch im Dax geht es heiß her. Das letzte Tief aus August wird derzeit getestet. Um einen Fuß in der Tür zu haben, wurde die erste Position mittels eines Discount Zertifikats eingegagnen. Das Risikoprofil wird durch die hohen Volatilitätsprämien verbessert. Dem maximalen Ertrag von 7 % steht ein Discount von ca. 6 % entgegen. Das Laufzeitende ist der  19.02.2016. Die Gefahr, dass der Dax nochmals ein paar hundert Punkte abgibt ist ziemlich hoch. Sollte es zu einem weiteren Ausverkauf kommen, wird in einen ETF mit direkter Partizipation investiert.

Dax_24-09-2015

Alle Transaktionen sind wie immer transparent auf der wikifolio Seite zu begutachten. Die Cashqoute wurde somit auf 53 % gesenkt. Auf der watchlist ganz oben sind derzeit noch die lokalen Schwellenländer Anleihen, die meines Erachtens mittlerweile mit einer interessanten Bewertung aufwarten.

BIZ-Analyse: EZB-Anleihekäufe tragen zu Liquiditätsmangel am Rentenmarkt bei

Die LBBW hat mittels BIZ Daten die Liquiditäts Situation am Rentenmarkt analysiert. Diese Analyse erklärt gut warum meine Zinspositionen – wie hier beschrieben – mit absolut schlechten Preisen mittels Stopp loss herausgeflogen sind.

BIZ-Analyse: EZB-Anleihekäufe tragen zu Liquiditätsmangel am Rentenmarkt bei

Tatsächlich haben sich die langfristigen EUR-Swapsätze bzw. die Renditen langlaufender EUR-Staatsanleihen in den vergangenen Wochen trotz der heftigen Marktturbulenzen
im Zuge der China-Sorgen an einer Mehrzahl der Handelstage in moderaten Spannen bewegt. Dies scheint eine Abkehr von dem extrem volatilen Zinsmarktumfeld
des Frühjahrs zu bestätigen. Einzelne Vola-Spitzen, wie am 25. August und dann erneut in
der laufenden Woche, als die Rendite 10-jähriger Bunds untertägig ohne überzeugenden fundamentalen Auslöser um mehr als 10 Bp anstieg, erinnern gleichwohl an die zwischen April und Juni zu beobachtenden Muster. Diese Vola-Spitzen rufen den Einflussfaktor nachlassende Marktliquidität auf die Entwicklung am Rentenmarkt eindrücklich zurück in Erinnerung. Wie wir in unserer Blickpunkt-Studie vom 21. Mai dargelegt haben („Verdurstet der Rentenmarkt in einem Meer aus Liquidität?“), dürften verschärfte regulatorischen Anforderungen für Banken und andere Finanzintermediäre in Folge der Finanzkrise ein Hauptauslöser für sinkende Marktliquidität sein. Strengere Kapitalvorschriften haben
etwa dazu geführt, dass Bond-Dealer nicht mehr im gewohnten Umfang Anleihebestände (Inventories) halten. Zudem müssen als sicher eingestufte Wertpapiere verstärkt zur Unterlegung von Risiken genutzt werden, was sie ebenfalls dem Handelskreislauf entzieht.
Eine Analyse der Bank für internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) im Rahmen ihres jüngsten Quartalsberichts deutet aber darüber hinaus daraufhin, dass die EZB mit
ihrem QE-Programm ebenfalls einen Beitrag zur Reduzierung der Marktliquidität geliefert hat. Durch ihre Anleihekäufe entzieht die Notenbank dem Handelskreislauf
permanent Material und sorgt somit für eine Angebotsverknappung. Dies geschieht in einer Situation, in der das Nettoangebot an EUR-Staatsanleihen am Primärmarkt aufgrund der fiskalischen Konsolidierungsmaßnahmen im Sinken begriffen ist. Für den
deutschen Staatsanleihemarkt gilt dies im Besonderen, denn das Nettoemissionsvolumen des Bundes bewegt sich im laufenden Jahr nahe Null. Per Ende August hatte die EZB bereits deutsche Anleihen (Bunds und Agencies) im Volumen von 68 Mrd. Euro im Bestand, und damit rund 8 % des derzeit für das QE-Programm in
Frage kommenden Volumens.

Ultra-Langläufer zeigen deutlichste Zeichen für Liquiditätsengpässe
Die BIZ-Analyse zieht als Maßstab für die Liquidität am Rentenmarkt zum einen die Geld-Brief-Spannen deutscher Benchmarkanleihen und zum anderen die Markttiefe,
gemessen als unmittelbar verfügbares Handelsvolumen zum besten Ausführungspreis, heran. Für beide Liquiditätsmaße zeigen die Daten, dass sich die Marktliquidität beginnend mit der Ankündigung des QE-Programms der EZB zu Jahresbeginn 2015 im Verlauf des ersten Halbjahrs verschlechtert hat. Am auffälligsten ist diese Entwicklung aus ansteigenden Geld- Brief-Spannen (siehe obere Grafik) und abnehmender Markttiefe (siehe mittlere Grafik) für ultra-langlaufende Bundesanleihen. Dies deckt sich mit der Beobachtung, dass die in den vergangenen Monaten aufgetretenen Vola-Spitzen bei den ultra-langfristigen EUR-Zinsen mit Abstand am stärksten ausgefallen sind – mithin auch kongruent zu den auf deutlich erhöhten Niveaus verweilenden impliziten Volatilitäten in diesem Segment der Vola-Oberfläche.

BIZ_Liquiditätsanalyse2015-09-18

Ausweitung des QE-Programms würde Risiko weiterer Vola-Spitzen erhöhen
Die Perspektive einer nochmaligen Ausweitung des QEProgramms, welche EZB-Chef Draghi am 3. September für den Fall eines sich verschlechternden Inflationsausblicks
in Aussicht gestellt hat, ist für den EURRentenmarkt vor diesem Hintergrund ambivalent. Auf der einen Seite würde eine Ausweitung des Programms nach den Erfahrungen mit der „ersten Runde“ die Kurse vor allem in der Anfangsphase auf breiter Front beflügeln – Vorzieheffekte in Reaktion auf erste konkrete Indikationen auf eine Ausweitung  eingeschlossen. Auf der anderen Seite dürfte eine Ausweitung des QEProgramms die bestehenden Liquiditätsengpässe am Rentenmarkt verschärfen. Dies gilt u.E. vor allem für die Option einer (deutlichen) Anhebung des monatlichen Kaufvolumens, während eine zeitliche Verlängerung des QE-Programms vor allem auf mittlere Sicht für eine zusätzliche Anspannung der Liquiditätslage sorgen dürfte. Vola-Spitzen am EUR-Zinsmarkt könnten in diesem Fall sowohl in ihrer Häufigkeit als auch in ihrem Ausmaß noch zunehmen. Dies gilt insbesondere in einem Marktumfeld, in welchem gleichzeitig die USNotenbank auf einen Pfad der Normalisierung ihrer Geldpolitik einschwenkt.

Quelle: LBBW Research

Dax Chartanalyse

Der Dax fiel  unter zahlreichen Gaps heftig bis an die 23 % Korrektur unter extrem hohen Umsätzen. Ein Ausverkauf hat statt gefunden , in der Spitze um knappe 25 %. Nun pendelt der Dax unter hohen Schwankungen seitwärts und findet sich neu. In solchen Phasen werden in der Regel sowohl Widerstände als auch Unterstützungen rasiert. Die Marken werden zu Orientierungen. Der Trend zeigt allerdings weiterhin  gen Süden. Sowohl herkömmlich im Trendkanal , als auch mittels Pitchfork analysiert. Dabei könnte nun nach Anlauf des unteren Kanals, der obere bei ca. 10.800 problemlos getestet werden , ohne das sich an der Gesamtsituation etwas ändert. Erste Anzeichen hierfür kommen jedoch erst bei Überschreiten der 10.500. Die Chance auf Kurse um das Tief sind genau gegeben. Ein Test der Unterstützung bei 9338 halte ich jedoch nur kurzfristig realistisch. Ich gehe von einem starken Rebound von diesem Niveau aus. Wahrscheinlich wird sogar vorher schon Kaufinteresse aufkommen und das Tief unverletzt bleiben. Die Frage wie man sich in so einem Markt positioniert: Wenn man keine Meinung hat, gar nicht ! Wer bullish für Aktien ist versucht an schwachen Tagen, so tief wie möglich zu kaufen, mit dem Risiko von Kursen um 8.400 (verkaufte Optionsprämien sind eine Möglichkeit an der Vola zu profitieren). Der Rest wartet eine Bodenbildung und niedrigere VDAX Stände ab, die Zeichen einer Marktberuhigung. Die Börsen sind im panic mode um man sollte nun die Kerzen in Verbindung mit Umsätzen genau beobachten.

Widerstand:    ~ 10.503 | ~ 10.800 | ~ 11.000

Unterstützung:   ~9.897 | ~ 9.338 | ~ 8.354

Dax_04-09-2015

Bund Future Chartanalyse

Das absolute Tief wurde im Bund nicht mehr unterschritten. Danach erfolgte eine typische Bodenbildung unter hoher Volatilität. Die Kurse kommen nur langsam wieder nach oben und pendeln  um die Pitchfork herum. Der Befreiungsschlag über die Maximalkorrektur bei 155,93 gelang nicht. Die Kursphantasie scheint so nach oben begrenzt. Allerdings gibt es auch keinen überdimensionierten Abgabedruck. Der Kurs konnte von der Unterstützung in Form der 38 % Korrektur und den Bollingern zulegen. Die Chance ist hoch, dass der Kurs zwischen den Bollinger nun eine Weile pendelt. Die Rendite unterstreicht meines Erachtens das von mit gemalte Bild. Ein Ausbruchstag kann natürlich der 17 September – dem FED Sitzungstermin – werden.

Widerstand ~ 155,93 | ~ 158,0

Unterstützung  ~152,99 | ~ 151,83  | ~149,50

Bund_04-09-2015_1

10Y_EURO_04-09-2015

EUR/NOK Chartanalyse

Die Abwärtsbewegung in der norwegischen Krone blieb die letzten Monate erhalten. Nach Ausbruch aus dem grünen ABT nahm der Kurs Momentum auf und bildetet einen neuen Trend. Dieser ist derzeit noch im gelben Rahmen intakt. Allerdings wurde die steigenden Kurse im Bereich 9,50 des letzten Ausverkaufs gestoppt. Das könnte durchaus ein markantes Top werden. Derzeit handelt die Devise direkt am 38 % Ret. in Verbindung des AUT. Ein Bruch würde die Annahme eines Top untermauern. Derzeit gehe ich jedoch nochmals von einem letzten Versuch aus, eine neue Aufwärtsbewegung zu starten. Diese sollte uns Aufschluss darüber geben, ob dies ein finaler sekundärer Impuls ist.

Widerstand:   ~ 9,46| ~ 9,55 | ~ 9,89

Unterstützung:  ~ 9,21 | ~ 9,13 | ~ 8,89

EUR_NOK_04-09-2015

Euro Chartanalyse

Der Euro gegen Dollar bewegt sich seit Jahresbeginn in einer Handelspanne zwischen 1,05 und 1,15 mit Spitzen jüngst um 1,171. Der letzte steile Anstieg wurde mittlerweile wieder nahezu komplett abgegeben. Der Widerstand um 1,15 konnte auf Tagesbasis nicht überwunden werden. Der Kurs taucht nun auch wieder in die Pitchfork ein. Nach Aufgabe der Maximalkorrektur sollten nun Kurse um dem grünen TK erreichbar sein. Auch 1,085 sind kurzfristig denkbar. Ein direkter Anlauf an die bisherigen Tiefstände ist derzeit aber nicht zu erwarten. Die Chance bleibt hoch in der Seitwärtsphase mit den roten Begrenzungen zu verharren.

Widerstand:   ~ 1,136 | ~ 1,151 | ~ 1,171

Unterstützung:  ~ 1,10 | ~ 1,0809 | ~ 1,054

EUR_04-09-2015