Dax Chartanalyse

Der Dax zeigt sich saison-untypisch im Dezember sehr schwach. Die Unterstützung des grauen Bollwerks oben um 10.830 hatte nicht genügend Käufer angezogen und somit lotete der Aktienmarkt noch den unteren Bereich der Zone um 10.365 aus. Danach vollzog sich eine dynamische Gegenbewegung, welche bis an die mittleren Wochen Bollinger-Bänder ging. Per Stand heute erscheinen die Kurse um den Jahreswechsel als Ausrutscher. Den der kurzfristige Abwärtstrend wurde bereits wieder gebrochen. Positiv auch dass das letztes Verlaufstief überhandelt worden ist inklusive einem ersten kleinen Test mittels pullback erfolgreich verlief. Nun muss der Dax aber liefern um das konstruktive Gesamtbild erhalten zu können. Die Unterstützung bei 10.831 Punkten muss zwingend halten, besser wäre die direkte Verteidigung von 11.012. Sonst droht ein neuer schneller Rutsch ans Jahrestief. Bislang bleibt festzuhalten, dass der Aktienmarkt seine volle Korrekturmöglichkeit ausgelotet hat. Die Chancen auf Bodenbildung stehen nicht schlecht. Der laufende move könnte noch bis 11.651 gehen ohne eine Trendwende einzuleiten. Erst dort kann Entwarnung ausgesprochen werden.

Widerstand: ~ 11.651 | ~ 11.922 | ~ 12.033

Unterstützung: ~ 11.012 | ~ 10.831 | ~ 10.570 | ~ 10.365

Bund Rendite Chartanalyse

Die Annahme fallender Bund-Renditen hat sich bestätigt. Die letzten zwei Tiefpunkte aus dem Juli und August wurden unterschritten und mit einem pullback bestätigt. Die Abwärtsbewegung setzt sich seit dem fort. Die vorangehende Unterstützung bei 15 BP bietet die nächste Orientierung. Bei Bruch sollte sich die Bewegung dynamisieren. Antizyklisch reizt zwar das setup an der lower median line in Verbindung mit den Bollinger Bänder. Aber auf steigende Renditen ohne Bestätigung zu spekulieren ist weithin riskant. Unterhalb von 30 BP sind die Bewegungen lediglich als Erholung einzustufen. Die Chancen stehen aber meines Erachten gut das am Jahresende höhere Zinsen wie heute auf dem Zettel stehen wie umgekehrt.

Widerstand ~ 30 BP | ~ 47 BP | ~ 58 BP

Unterstützung ~ 15 BP | ~ 11 BP  | ~ 8 BP

Euro Chartanalyse

Der Euro bildete um 1,117 ein Tief und die Bewegung verlief schwach und seitwärts gerichtet aus. Das angesprochene fehlende Momentum könnten sich jetzt aber neu entfalten. Der Impuls kommt wie so oft von den Notenbanken. Die reduzierte Erwartungen an Zinserhöhungen und der langsamere Abbau der FED-Bilanz sind gewichtige Faktoren für einen schwächeren Dollar. Sollten sich die Gegenargumente in Form von Unsicherheit bezüglich des Brexits und Handelsstreits auflösen, ist mit einem stärkeren Euro zu Rechnen. Dazu muss die Devise jedoch Signale liefern. Denn der kurzfristig gebrochene Abwärtstrend in rot ist zu wenig, dazu muss die Devise schon über 1,155 handeln um ein kleines long Signal zu generieren. Aber weiterhin gefangen in der Handelsspanne zwischen 1,117 und 1,175 fehlt der Chart technische Impuls für die mittelfristige Ausrichtung.

Widerstand: ~ 1,155 | ~ 1,175 | ~ 1,210

Unterstützung:  ~ 1,117 | ~ 1,093 | ~ 1,056