Quick Check

Kurz notiert ein kleines Update in den turbulenten Tage mit viel Arbeit:

Die Märkte sind in den letzten Tagen deutlich unter Druck gekommen. Ein teilweiser Ausverkauf kann festgestellt werden. Die Dax Vola hat sich innerhalb kurzer Zeit verdoppelt in der Spitze. Die Chancen auf ein markanteres Tief sind vorhanden. Intermarkt -technisch stehen alle Märkte vor interessanten Chart Konstellationen.

Wer willig ist zu investieren, kann in die Schwäche hinein Positionen aufbauen. Dabei bieten sich Positionen an, die eine verkaufte Volatilitätsprämie innehalten. Ein gestaffelter Kauf mit dann jeweiligen „at the money Option“ hat dabei den höchsten Zeitwerteffekt.

Dax_17-10-2014EUR_17-10-2014  Gold_17-10-2014

 

Bund_17-10-2014

EUR/AUD Chartanalyse

In einer interessanten Situation steckt derzeit der EURO gegen AUD. Der Anstieg seit 2013 wurde um 50 % korrigiert und der Aufwärtstrend seit dem Tief verteidigt. Die Bewegung stoppte wiederum am letzten Verlaufshoch des Abwärtstrends. In der Nähe liegt die Medianline der abwärtsgerichteten Pitch Fork. Sowie die obere Begrenzung des Bollingerbandes. Die Devise also in einer klassischen make or break Situation. Bricht die Unterstützung um 1,445 sollte sich die letzte Bewegung als Erholung im ABT heraus kristallisieren. Im Kontext des Währungsumfeldes und der Zinsdifferenzen das bevorzugte Szenario. Nennenswerte Aufwärtsimpulse erwarte ich erst bei erfolgreicher Überwindung der Pitchfork.

Widerstand: ~1,4614 | ~ 1,4503 | ~ 1,500

Unterstützung:  ~1,4450 | ~1,4212  | ~1,380

EURAUD_15-10-2014 EURAUD_15-10-2014w

WTI OIL Chartanalyse

West Texas Intermediate Crude Oil hat in 4 Monaten 28 USD vom Hoch verloren. Die fallenden Spitzen seit 2011 zeigen Ihre begrenzende Wirkung. Derzeit handelt der Rohstoff bei 80,80. Direkt an einer starken Unterstützung. Allerdings mit tief schwarzen Kerzen und ohne Tendenz zur Bodenbildung. Historisch gesehen liegt der RSI-Indikator jedoch bereits auf sehr tiefem Niveau. Als Basis Annahme sollte ein erfolgreich Test der Unterstützung gelten. Hierzu muss das schwarze Gold aber liefern. Ein kurzer Rutsch an die 78 USD, dem 50 % Retracement wären verzeihlich und durchaus als „sell off“ möglich. Danach sollte man sich jedoch mit dem Öl zeitnah beschäftigen.

Widerstand:    ~ 88,93 | ~ 92,50

Unterstützung:  ~ 80,80 | ~ 78,72 | ~ 68,51

WTI_15-10-2014

 

Investitionen? Nein, danke!

Investitionen? Nein, danke! US-Unternehmen geben 95 Prozent des Gewinns für Rückkäufe, Dividenden aus.

Die Unternehmen im S&P 500 Index verwöhnen offensichtlich ihre Aktionäre, denn sie  werden 2014 voraussichtlich satte 914 Milliarden US-Dollar für Aktienrückkäufe und Dividendenzahlungen ausgeben. Das entspricht rund 95 Prozent ihrer Gewinne, wie aus Daten von Bloomberg und S&P Dow Jones Indizes hervorgeht.

Buy-Back-Programme im Vormarsch

Der Anteil am Cashflow, der für Aktienrückkäufe verwendet wird, hat sich in den letzten zehn Jahren fast verdoppelt, während der Anteil für Investitionen zurückging, wie Jonathan Glionna, Leiter Strategie-Analyse US-Aktien bei Barclays in London, festgestellt hat. Die Aktienrückkäufe hätten dazu beigetragen, eine der stärksten Aktienrallys der letzten 50 Jahre anzuheizen. Die Aktien mit den größten Rückkäufen verzeichneten seit 2009 Kurssteigerungen von über 300 Prozent. In Zeiten nachlassender Erträge befürchten Investoren, dass die Firmenleitungen es verabsäumen könnten, rechtzeitig Geld in ihre Unternehmen zu investieren.

Financial Engineering rettet den Tag nicht

Das Financial Engineering sei begrenzt, irgendwann müsse man ein Geschäft mit realem Wachstum haben, wird Chris Bouffard, CIO bei Mutual Fund Store, zitiert. Aus mehr als 10.000 von Bloomberg zusammengestellten Schätzungen von Analysten ergibt sich, dass die Unternehmen im S&P 500 für das dritte Quartal voraussichtlich ein Gewinnwachstum von 4,9 Prozent vorlegen werden. Der S&P 500 Buyback Index ist dieses Jahr bis zum 3. Oktober um 7,5 Prozent gestiegen, im Vergleich zu einem Zuwachs beim S&P 500 Index von 6,5 Prozent. Zuvor hatte der Rückkauf- Index seit 2009 in jedem Jahr das Börsenbarometer um durchschnittlich 9,5 Prozentpunkte geschlagen.

Liquidität ist überreich vorhanden

Probleme, ihre Aktienrückkäufe zu finanzieren, haben die Unternehmen nicht: Nach fünf Jahren mit Gewinnwachstum sitzen die Mitglieder des S&P 500 auf 3,59 Billionen US-Dollar an liquiden Mitteln und marktfähigen Wertpapieren. Zudem haben sie in diesem Jahr fast 1,28 Billionen US-Dollar durch die Emission von Anleihen beschafft.

Zurückhaltung bei der Erhöhung der Investitionen

Diese hat indes dazu geführt, dass die Unternehmen die ältesten Anlagen und Ausrüstungen seit fast 60 Jahren haben. Das durchschnittliche Alter des Anlagevermögens lag 2013 bei 22 Jahren und damit so hoch wie seit 1956 nicht mehr, wie aus Daten des US-Wirtschaftsministeriums hervorgeht.

Im ersten Quartal hat das an die Aktionäre zurückgegebene Geld erstmals seit 2009 die Gewinne überstiegen, zeigen Daten von Bloomberg und S&P. Nach Ansicht von Tim Courtney, CIO bei Exencial Wealth Advisors, werde es immer schwieriger zu rechtfertigen, dass zu den rekordhohen Aktienkursen Geld für Aktienrückkäufe eingesetzt werde. Das Geld müsse anderweitig eingesetzt werden, um die Geschäfte am Laufen zu halten. Denn der Sorgenfaktor sei, wo das künftige Wachstum herkommen solle, meinte er abschließend.

Quelle: institutional-money.com

Dax Chartanalyse

Übergeordnet verläuft der Dax seit Jahresbeginn in einer Seitwärtsbewegung zwischen ca. 9.000 und 9.800 mit einem Ausbruchsversuch an die 10.000 Punkte. Derzeit steuert der Index wieder die untere Unterstützung an. Dabei fällt auf, dass die Abwärtsdynamik höher ist als die jeweilige Gegenreaktion nach oben. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob das alt bekannt Muster buy the dips wieder funktioniert. Tendenziell sehe ich einen dritten Test des 9000er Bereichs kritisch. Positiv das sich die Indikatoren die letzten Monate aus konsolidieren konnten, dass wenn ein neuer Aufwärtsimpuls startet, ordentlich Luft nach oben ist.

Für das ALBI-Konzept wird derzeit noch kein Kauf-Limit am Markt platziert. Das CRV erachte ich diesmal für schlechter als beim letzten Anlauf.

Widerstand:    ~ 9370 | ~ 9502 | ~ 97120

Unterstützung:  ~ 9052 | ~ 8850 | ~ 8770

Dax_06-10-2014w

 

Dax_06-10-2014

Portfolio Kommentar September

Das Kapitalmarktumfeld ist weiterhin sehr anspruchsvoll. Konservative Anleger haben mit einem Zinsniveau zu kämpfen das so noch nie dagewesen ist. Die Renditen der Bundesanleihen sind mittlerweile bis 4 Jahren negativ. Der Geldmarkt ist zinstechnisch praktisch tot. Händler flunkern bereits: „Es riecht nach Sushi“.

Bundkurve_09-2014

Auch im internationaler Vergleich zeigen sich immer mehr Ungleichgewichte. Italien und Spanien können sich billiger finanzieren als die Supermacht USA.

ZinsKurven_09-2014

Und das trotz der besseren konjunkturellen Lage und der weiteren Zukunftsaussichten. Die Amerikaner bereiten sich bereits auf einen Zinserhöhungszyklus vor und Europa macht das Gegenteil. Kein Wunder also das der Euro so dermaßen Schwach geht. Dies allerdings dank Draghi mit Ansage. Ebenso problematisch für die EZB ist die niedrige Inflationsrate. Die liegt bei nur noch 0,3 % bzw die Kernrate steht derzeit bei 0,8 %. Zumindest dem Sparer eine kleine Entlastung.

Inflation_9-2014

Die Stimmungslage im Kapitalmarkt ist positiv, gemessen anhand der Schwankungsbreite, die durch die Bank weg auf Tiefständen liegt. Die Zuversicht ist aktuell zu hoch und einseitig. Dies mahnt zur Vorsicht.

Vola_09-2014

Alle Risiko behafteten Anlagen steigen im Gleichlauf. Egal ob im Rentenmarkt die Corportes, High Yields oder PIIGS. Oder die weltweiten Aktienindices, vorne voran die USA.

Spread_09-2014

Nur der Dax kommt dieses Jahr nicht so recht vom Fleck. Gründe sind die hohe Exportabhängigkeit bei verschlechterter weltweiter Konjunkturaussicht, Gewinnrevisionen der Unternehmen, Repatriierung von US-Dollar und die besseren Anlagealternativen in der Peripherie über Eurostoxx. Die Strategie nur kurzfristig risiko kontrolliert in den Markt zu gehen hat sich ausbezahlt. Höhere Positionsgrößen wären wünschenswert gewesen, allerdings hat der Markt immer entsprechend schnell gedreht, das dies nicht umzusetzen war. Positiv, das somit das Risiko schnell überschaubar war.

Dax_02-10-2014

Weniger glücklich war hingegen der Positionsaufbau des Kernportfolios. Ich wollte mir bewusst Zeit lassen und keinen Fehlstart produzieren. Der Markt kannte jedoch nur eine Richtung. Somit habe ich es nicht so recht geschafft den Einstieg zu finden bzw die Gewichtung zu vergrößern. Je mehr die Renditen fallen umso schwieriger wird es. Es ist schon sehr ungewöhnlich, dass es im Jahr 2014 kaum nennenswerte Gegenbewegungen im Zinsmarkt gegeben hat. Eine etwas verzwickte Situation.

10YEUR_02-10-2014

 

Die abwartende Haltung hat absolut gesehen ordentlich Performance gekostet. Im Kontext meiner Strategie und der Erwartungshaltung von Rendite wollte ich jedoch nicht zu starkt von meinem Konzept abweichen. Wahrscheinlich muss jedoch zukünftig der Satellitenbereich deutlich öfter genutzt werden, um Zusatzrendite zu generieren. Schließlich muss die im Wikifolio einbehaltene Gebühr von 0,95 % erst einmal verdient werden (tägliche Berechnung in NAV). Dafür ist die derzeitige Nettoperformance von 0,56 % vertretbar. Das Kapitalmarkumfeld hat sich seit meiner Strategie-Entwicklung der letzen 5 Jahren gänzlich geändert. Eine Herausforderung für das Satellieten Management. Ob das immer so umzusetzen ist wie im USD muss man sehen.

EUR_02-10-2014

Gewöhnlich möchte ich hauptsächlich mit dem Trend investieren. Da jedoch der USD einem Rekordlauf in zeitlicher Dauer hat und das Sentiment extrem einseitig ist, wird kurzfristig eine Gegenposition eingenommen. Die soll jedoch bei Erreichen von ca. 1,30 bereits wieder abgestoßen werden.