Bund Rendite Chartanalyse

Per Saldo legten die Renditen weiter zu und steuerten gegen -0,20 % , dem letzten Hoch vom Februar. Hier zeigen sich erste Ermüdungserscheinungen nach Erreichen der 161,8 Extension aus der Projektion von Ende 2020. Der Zinsmarkt ist in einer kritischen technischen Phase. Das Verlaufshoch im wurde zwar leicht überschritten, konnte jedoch keine weiteren direkten Verkäufe nach sich ziehen. Es könnte sich ein kleines Doppeltop bilden, mit der Konsequenz fallender Renditen bis zunächst -0,26 %. Auf der anderen Seite muss jedoch klar die Möglichkeit eines Zinssqueeze angesprochen werden. Übergeordnet sind nämlich außer bei -14 BP im Bund kaum alte Widerstände in Reichweite, die zur Ableitung eines potentiellen Zinsanstiegs herhalten können. Nach der Grundregel „buy support“ und „sell resist“ ist zunächst die Annahme fallender Renditen eher folgerichtig. Und wie immer: bei unklaren Situationen werden keine Positionen eingegangen !

Widerstand: ~ -20 BP |  ~ -14 BP

Unterstützung: ~ -26 BP | ~ -30 BP | ~ -38 BP 

Bund Rendite Chartanalyse

Die Rendite hat das letzte Hoch wie vermutet bislang nicht mehr übertroffen. Auch der Bereich um -0,26 % hat sich als Widerstand etabliert. Die Zinsen sind somit bis -38 BP gefallen und haben die Erwartung einer Abwärtsbewegung erfüllt. Noch bevor die Rendite die untere Linie der pitchfork getestet hat, kam bereits wieder Verkaufsinteresse bei den Bundesanleihen auf. Der Anstieg durchaus dynamisch zu interpretieren direkt bis zum oberen Bollinger Band bei -0,26 %. Hier dürfte die Bewegung an Kraft verlieren. Zum einen charttechnisch am jüngsten Hoch in Kombination des aus 2020. Zum anderen durch die implizite Deckelung durch die EZB. Allerdings sollte man hier nicht mit einer genauen absoluten Maximalrendite rechnen, sondern mit hohen intraday Kursausschlägen und somit  mit Kerzen, die einen langen Docht haben. Insofern sollte man sich auf Renditen bis -0,20 % und im Extrem auch bis -0,14 % einstellen. Auf der Unterseite erscheint es zunächst realistisch, das die -38 BP als maßgebliche Unterstützung dient. Ein Seitwärtsbewegung zwischen -26 und -38 BP (wenn man Kursspitzen nicht einbezieht) scheint somit als gutes Basisszenario für die nächsten 4 Wochen.

Widerstand: ~ -26 BP | ~ -20 BP | ~ -14 BP

Unterstützung: ~ -38 BP | ~ -43 BP | ~ -50 BP

Bund Rendite Chartanalyse

Die letzte Analyse ist schon ein paar Monate her und im Zinsmarkt hat sich seit dem einiges getan. Die Marke um -0,55 % wurde nachhaltig durchbrochen und der anschließende Zinsanstieg war dynamisch. Dabei hielten sich die Korrekturen in Grenzen und die Bollinger Bänder haben sich ordentlich geweitet. Erst mit dem Erreichen des letzten markten Tops aus dem Jahr 2020 und der 161% Fibonacci Extension bei ca. -20 BP konnte der Trend vorerst gestoppt werden. Eine mögliche Trendumkehr bahnt sich nun an. Die hohe intraday Volatitlität von bis zu 9 BP und der Rückfall unter die Unterstützungen bei -0,26 liefern hier erste Hinweise. Basisszenario ist ein Test der median line der Pitchfork bei ca. -38 BP. Dies ist auch ein Hochpunkt vom letzten August und wird vermutlich zunächst guten Halt bieten. Können die Renditen jedoch bereits kurzfristig wieder die -0,26% zurück erobern, ist ein nochmaliger squeeze wahrscheinlich und Zinsen um -0,14 % sind dann schnell erreichbar.

Widerstand: ~ -26 BP | ~ -20 BP | ~ -14 BP

Unterstützung: ~ -38 BP | ~ -43 BP | ~ -50 BP

Bund Rendite Chartanalyse

Die Rendite der 10 Jährigen Bundesanleihe hat in den letzten 4 Wochen noch die Marke von -0,67 % gesehen. Danach wurde die Luft für weitere Kurssteigerungen der Anleihen dünn. Wie vermutet drehte die Rendite dann auch nach oben und das sogar mit ordentlich Schwung. Die Strategie auf höherem Niveau bei ca. -50 BP wieder auf fallende Zinsen zu setzen, hat sich als richtig erwiesen. Es gab noch ein kleinen spike über das Niveau, aber das nur an einem Tag. In weiteren Verlauf setzte der Kaufdruck der Investoren bereits wieder ein und die Monsterkerze ist schon zu mehr als 50 % konsolidiert und somit neutralisiert. Die Rendite ist nun an einem spannenden Punkt angelangt. Denn sie ist wieder in die übergeordnete abwärts gerichtete Pitchfork eingetaucht und konnte bislang weder den horizontalen Widerstand bei -0,55 noch das mittlere Bollinger Band zurück erobern. Solange der Zustand so bleibt, sollten nochmals tiefere Ziele bis -0,65 % möglich sein. Die negativen Inflationsraten dürfte die Notenbank als Argument nutzten, um das Kaufprogramm zu erhöhen und somit kommt prinzipiell die Marke von -71 BP auch wieder auf die Agenda. Zumal in 2020 jeweils tiefere Hochpunkte zu verzeichnen waren.     

Widerstand: ~ -55 BP | ~ -50 BP | ~ -43 BP | ~ -38 BP

Unterstützung: ~ -65 BP | ~ -67 BP | ~ -71 BP

 

Bund Rendite Chartanalyse

Die Annahme einer Trandingrange und somit einem erfolgreichen Test der Unterstützung bei -0,56 % ging so nicht auf. Die Zinsen fielen um fast 10 BP und mit einem Pullback an die gelbe horizontale Unterstützung wurde der Abwärtstrend seit September bestätigt. Die Rendite bewegt sich seit dem in der oberen Hälfte der pitchfork und dient und nun als Grundlage zur kurzfristigen Trendbestimmung. Mit der jetzigen „risk off“ Stimmung sollte eigentlich die median line der rosa gestrichelten pitchfork erreicht werden können, welche mit der 161 % Extension bei -0,67 % korrespondiert. Auch ein Abtaucher bis -70 BP ist denkbar und schnell erreichabr. Denn anderes als im letzten Abverkauf der Märkte im März/ April ist die Korrelation zum Aktienmarkt wieder stabiler. Schwächere Aktienkurse werden in safe haven Anlagen umgeschichtet. Ob diese Niveau dann dauerhaft zu rechtfertigen ist, bleibt dann mal zunächst dahin gestellt. Klar ist jedoch, dass die Markterwartung an die Notenbanken gestiegen ist, ein großes Maßnahmen-Paket zu präsentieren. Mit zunehmender Eskalation der humanitären Situation ist dies meines Erachtens auch außerhalb der regulären Sitzungen möglich. Die EZB ist gut beraten, eine Überraschung zu liefern. Nur mehr Geld in Form von Anleihenkäufe stützt lediglich die Spreads, aber nicht die Wirtschaft. In dieser Erwartung sollte das Potential steigender Zinsen begrenzt sein. Konkret: Alles unter -50 BP wird zum Positionsaufbau genutzt. Vermutlich wird die Begrenzung bei -55 BP schon zum Lackmustest für steigende Renditen. 

Widerstand: ~ -55 BP | ~ -50 BP |  ~ -43 BP | ~ -38 BP

Unterstützung:  ~ -65 BP  |   ~ -67 BP |  ~ -71 BP

Bund Rendite Chartanalyse

Die Bundrendite gab per Saldo die letzten vier Wochen nach. Die Dynamik hält sich in Grenzen und das Bild, welches sich in 2020 abzeichnet könnte die nächsten Monate Fortbestand haben. Eine Seitwärtsbewegung in Form einer Pattsituation aufgrund der Großwetterlage. Die deflationären Tendenzen im Sommer begrenzen die Zinsphantasie nach oben und die fehlenden Impulse der Notenbanken auf eine noch stärkere Ausweitung der Geldpolitik und somit tieferen Renditen. Chart technisch kommt der Unterstützung um -56 BP größere Bedeutung zu. Dieses Niveau konnten die Zinsbullen in der jüngsten Vergangenheit nicht über handeln. Insofern sollte dies als Grundannahme fungieren und man sich eher auf leicht höhere Zinsen bis -43 BP einstellen. Selbst ein kurzes Abtauchen bis -0,60 %  würde meines Erachten keine weitere Dynamik in den Markt bringen. Nur ein stark fallender Aktienmarkt könnte einen Impuls in diese Richtung auslösen.

 

Widerstand: ~ -50 BP | ~ -43 BP | ~ -38 BP

Unterstützung: ~ -56 BP | ~ -61 BP | ~ -71 BP

Bund Rendite Chartanalyse

Die Zinsbullen werden langsam nervös oder der Fokus wechselt zunehmend auf die Risikosicht. Das die Luft um Rendite bei -0,61 % dünn wird, war Teil der letzten Analyse. Die Zinsausschläge nehmen nun auch in beide Richtungen wieder zu. Das Momentum in Form von Tagesbewegungen liegt jedoch auf der Oberseite. Auch das Kursverhalten an den Linien der verschiedenen Pitchforks deuten auf steigende Renditen hin. Allerdings sollte eine Horizontalbegrenzung nicht unterschätzt werden und deutlich höher gewichtet werden wie „schräge“ Linien. Insofern wundert es nicht, dass die Rendite zunächst an der Begrenzung von -38 BP hängen bleibt. Hilfreich ist hierbei auf den gesamten Zinsmarkt mit hoher Achtsamkeit zu schauen. Sowohl USA als auch der Creditmarkt zeigen erste Tendenzen zu höherer Trendstärke an. Zinsen um -32 BP können schnell erreicht werden. Das alles jedoch in einem Umfeld fallender Hochpunkte wohl gemerkt. Die Käufer sollten früher oder später das Zepter wieder in die Hand nehmen können.

Widerstand: ~ -38 BP | ~ -32 BP | ~ -28 BP

Unterstützung: ~ -52 BP | ~ -61 BP | ~ -71 BP

Bund Rendite Chartanalyse

Die Bundesrendite ist seit der letzten Kommentierung konstant aber mit geringer Amplitude gefallen. Die obere Begrenzung bei -0,41 % wurde nicht verletzt und mit dem Bruch der -51 BP ist das Ziel um -0,61% aktiviert. Weiterhin bin ich der Meinung, dass ein Erreichen der 0,71 % sehr ambitioniert erscheint. Das Momentum der Bewegung zeigt, wie schwer sich die Marktteilnehmer tun, in negative Renditen zu investieren. Auch die gefühlte bzw. gelebte yield curve control durch die FED respektive BoY hemmt die Zinsvola in Europa. Kurzfristig hilft der negative Inflationsausblick und die doch schwachen Zahlen in den USA (welche weiterhin den Zinstrend vorgeben und theoretisch noch bis 0 % Platz haben) das untere offene Ziel zu erreichen. Gut, 5 BP können auch an einem einzigen schlechten Tag locker absolviert werden. Insofern gilt bei erreichen der Marke Duration abzubauen und eher einen neutrale Positionierung einzunehmen.

Widerstand: ~ -51 BP | ~ -43 BP | ~ -28 BP

Unterstützung: ~ -61 BP | ~ -71 BP

Bund Rendite Chartanalyse

Die Renditen haben nochmals ihr max. Potential bis -0,28 ausgereizt. Dort dann die scharfe Wende. Per Stand heute ist der kurzfristige Aufwärtstrend sowie die Unterstützung bei -43 BP gebrochen. Das deutet auf einen Test bei -0,51% hin. Auch hier erwarte ich weiterhin fallende Renditen. Das letzte Tief bei knapp -60 BP dürfte erreichbar sein. Die ursprünglichen avisierten -0,71 % erscheinen aus heutiger Perspektive als zu ambitioniert. Sollte sich kein deutlicher Stimmungsumschwung zu einer Risiko aversen Einstellung der Anleger durchsetzten, dürfte eine Seitwärtsbewegung zunächst einstellen mit einer oberen Begrenzung bei -41 BP.

Widerstand: ~ -43 BP | ~ -28 BP | ~ -15 BP

Unterstützung: ~ -51 BP | ~ -61 BP | ~ -71 BP

 

Bund Rendite Chartanalyse

Der Bund hat die 61 BP anvisiert, jedoch das Ziel um -0,71 % offen gelassen. In der Erholungsbewegung wurde die median line der gestrichelten pitchfork überschritten und der Horizontalsupport bei -0,41 % getestet. Die Nagelprobe für weiter steigende Zinsen steh hier an. Die Kerzenkonstellation zeigt bereits schon wieder Kaufinteresse an, was fallende Zinsen bedeuten würde. Eine weitere schwarze Candle könnte den Startschuss für die nächste Abwärtsbewegung geben. Sollte der Widerstand genommen werden, ist zunächst die upper line der lila pitchfork zu nennen, im Weiteren Verlauf ist sogar -28 BP möglich. Dies für mich das unwahrscheinlichere Szenario.

Widerstand: ~ -43 BP | ~ -28 BP | ~ -15 BP

Unterstützung: ~ -51 BP | ~ -61 BP | ~ -71 BP