Bund Rendite Chartanalyse

Die Rendite der 10 Jährigen Bundesanleihe hat in den letzten 4 Wochen noch die Marke von -0,67 % gesehen. Danach wurde die Luft für weitere Kurssteigerungen der Anleihen dünn. Wie vermutet drehte die Rendite dann auch nach oben und das sogar mit ordentlich Schwung. Die Strategie auf höherem Niveau bei ca. -50 BP wieder auf fallende Zinsen zu setzen, hat sich als richtig erwiesen. Es gab noch ein kleinen spike über das Niveau, aber das nur an einem Tag. In weiteren Verlauf setzte der Kaufdruck der Investoren bereits wieder ein und die Monsterkerze ist schon zu mehr als 50 % konsolidiert und somit neutralisiert. Die Rendite ist nun an einem spannenden Punkt angelangt. Denn sie ist wieder in die übergeordnete abwärts gerichtete Pitchfork eingetaucht und konnte bislang weder den horizontalen Widerstand bei -0,55 noch das mittlere Bollinger Band zurück erobern. Solange der Zustand so bleibt, sollten nochmals tiefere Ziele bis -0,65 % möglich sein. Die negativen Inflationsraten dürfte die Notenbank als Argument nutzten, um das Kaufprogramm zu erhöhen und somit kommt prinzipiell die Marke von -71 BP auch wieder auf die Agenda. Zumal in 2020 jeweils tiefere Hochpunkte zu verzeichnen waren.     

Widerstand: ~ -55 BP | ~ -50 BP | ~ -43 BP | ~ -38 BP

Unterstützung: ~ -65 BP | ~ -67 BP | ~ -71 BP

 

Bund Rendite Chartanalyse

Die Annahme einer Trandingrange und somit einem erfolgreichen Test der Unterstützung bei -0,56 % ging so nicht auf. Die Zinsen fielen um fast 10 BP und mit einem Pullback an die gelbe horizontale Unterstützung wurde der Abwärtstrend seit September bestätigt. Die Rendite bewegt sich seit dem in der oberen Hälfte der pitchfork und dient und nun als Grundlage zur kurzfristigen Trendbestimmung. Mit der jetzigen „risk off“ Stimmung sollte eigentlich die median line der rosa gestrichelten pitchfork erreicht werden können, welche mit der 161 % Extension bei -0,67 % korrespondiert. Auch ein Abtaucher bis -70 BP ist denkbar und schnell erreichabr. Denn anderes als im letzten Abverkauf der Märkte im März/ April ist die Korrelation zum Aktienmarkt wieder stabiler. Schwächere Aktienkurse werden in safe haven Anlagen umgeschichtet. Ob diese Niveau dann dauerhaft zu rechtfertigen ist, bleibt dann mal zunächst dahin gestellt. Klar ist jedoch, dass die Markterwartung an die Notenbanken gestiegen ist, ein großes Maßnahmen-Paket zu präsentieren. Mit zunehmender Eskalation der humanitären Situation ist dies meines Erachtens auch außerhalb der regulären Sitzungen möglich. Die EZB ist gut beraten, eine Überraschung zu liefern. Nur mehr Geld in Form von Anleihenkäufe stützt lediglich die Spreads, aber nicht die Wirtschaft. In dieser Erwartung sollte das Potential steigender Zinsen begrenzt sein. Konkret: Alles unter -50 BP wird zum Positionsaufbau genutzt. Vermutlich wird die Begrenzung bei -55 BP schon zum Lackmustest für steigende Renditen. 

Widerstand: ~ -55 BP | ~ -50 BP |  ~ -43 BP | ~ -38 BP

Unterstützung:  ~ -65 BP  |   ~ -67 BP |  ~ -71 BP

Bund Rendite Chartanalyse

Die Bundrendite gab per Saldo die letzten vier Wochen nach. Die Dynamik hält sich in Grenzen und das Bild, welches sich in 2020 abzeichnet könnte die nächsten Monate Fortbestand haben. Eine Seitwärtsbewegung in Form einer Pattsituation aufgrund der Großwetterlage. Die deflationären Tendenzen im Sommer begrenzen die Zinsphantasie nach oben und die fehlenden Impulse der Notenbanken auf eine noch stärkere Ausweitung der Geldpolitik und somit tieferen Renditen. Chart technisch kommt der Unterstützung um -56 BP größere Bedeutung zu. Dieses Niveau konnten die Zinsbullen in der jüngsten Vergangenheit nicht über handeln. Insofern sollte dies als Grundannahme fungieren und man sich eher auf leicht höhere Zinsen bis -43 BP einstellen. Selbst ein kurzes Abtauchen bis -0,60 %  würde meines Erachten keine weitere Dynamik in den Markt bringen. Nur ein stark fallender Aktienmarkt könnte einen Impuls in diese Richtung auslösen.

 

Widerstand: ~ -50 BP | ~ -43 BP | ~ -38 BP

Unterstützung: ~ -56 BP | ~ -61 BP | ~ -71 BP

Bund Rendite Chartanalyse

Die Zinsbullen werden langsam nervös oder der Fokus wechselt zunehmend auf die Risikosicht. Das die Luft um Rendite bei -0,61 % dünn wird, war Teil der letzten Analyse. Die Zinsausschläge nehmen nun auch in beide Richtungen wieder zu. Das Momentum in Form von Tagesbewegungen liegt jedoch auf der Oberseite. Auch das Kursverhalten an den Linien der verschiedenen Pitchforks deuten auf steigende Renditen hin. Allerdings sollte eine Horizontalbegrenzung nicht unterschätzt werden und deutlich höher gewichtet werden wie „schräge“ Linien. Insofern wundert es nicht, dass die Rendite zunächst an der Begrenzung von -38 BP hängen bleibt. Hilfreich ist hierbei auf den gesamten Zinsmarkt mit hoher Achtsamkeit zu schauen. Sowohl USA als auch der Creditmarkt zeigen erste Tendenzen zu höherer Trendstärke an. Zinsen um -32 BP können schnell erreicht werden. Das alles jedoch in einem Umfeld fallender Hochpunkte wohl gemerkt. Die Käufer sollten früher oder später das Zepter wieder in die Hand nehmen können.

Widerstand: ~ -38 BP | ~ -32 BP | ~ -28 BP

Unterstützung: ~ -52 BP | ~ -61 BP | ~ -71 BP

Bund Rendite Chartanalyse

Die Bundesrendite ist seit der letzten Kommentierung konstant aber mit geringer Amplitude gefallen. Die obere Begrenzung bei -0,41 % wurde nicht verletzt und mit dem Bruch der -51 BP ist das Ziel um -0,61% aktiviert. Weiterhin bin ich der Meinung, dass ein Erreichen der 0,71 % sehr ambitioniert erscheint. Das Momentum der Bewegung zeigt, wie schwer sich die Marktteilnehmer tun, in negative Renditen zu investieren. Auch die gefühlte bzw. gelebte yield curve control durch die FED respektive BoY hemmt die Zinsvola in Europa. Kurzfristig hilft der negative Inflationsausblick und die doch schwachen Zahlen in den USA (welche weiterhin den Zinstrend vorgeben und theoretisch noch bis 0 % Platz haben) das untere offene Ziel zu erreichen. Gut, 5 BP können auch an einem einzigen schlechten Tag locker absolviert werden. Insofern gilt bei erreichen der Marke Duration abzubauen und eher einen neutrale Positionierung einzunehmen.

Widerstand: ~ -51 BP | ~ -43 BP | ~ -28 BP

Unterstützung: ~ -61 BP | ~ -71 BP

Bund Rendite Chartanalyse

Die Renditen haben nochmals ihr max. Potential bis -0,28 ausgereizt. Dort dann die scharfe Wende. Per Stand heute ist der kurzfristige Aufwärtstrend sowie die Unterstützung bei -43 BP gebrochen. Das deutet auf einen Test bei -0,51% hin. Auch hier erwarte ich weiterhin fallende Renditen. Das letzte Tief bei knapp -60 BP dürfte erreichbar sein. Die ursprünglichen avisierten -0,71 % erscheinen aus heutiger Perspektive als zu ambitioniert. Sollte sich kein deutlicher Stimmungsumschwung zu einer Risiko aversen Einstellung der Anleger durchsetzten, dürfte eine Seitwärtsbewegung zunächst einstellen mit einer oberen Begrenzung bei -41 BP.

Widerstand: ~ -43 BP | ~ -28 BP | ~ -15 BP

Unterstützung: ~ -51 BP | ~ -61 BP | ~ -71 BP

 

Bund Rendite Chartanalyse

Der Bund hat die 61 BP anvisiert, jedoch das Ziel um -0,71 % offen gelassen. In der Erholungsbewegung wurde die median line der gestrichelten pitchfork überschritten und der Horizontalsupport bei -0,41 % getestet. Die Nagelprobe für weiter steigende Zinsen steh hier an. Die Kerzenkonstellation zeigt bereits schon wieder Kaufinteresse an, was fallende Zinsen bedeuten würde. Eine weitere schwarze Candle könnte den Startschuss für die nächste Abwärtsbewegung geben. Sollte der Widerstand genommen werden, ist zunächst die upper line der lila pitchfork zu nennen, im Weiteren Verlauf ist sogar -28 BP möglich. Dies für mich das unwahrscheinlichere Szenario.

Widerstand: ~ -43 BP | ~ -28 BP | ~ -15 BP

Unterstützung: ~ -51 BP | ~ -61 BP | ~ -71 BP

Bund Rendite Chartanalyse

Die Turbulenzen haben in dieser Krise auch den Rentenmarkt erfasst. Die typische negative Korrelation zu anderen Anlageklassen, insbesondere zu den Aktien war schlagartig verschwunden. Nach dem Motto „cash is king“ wurden in dieser Situation alle Segment inkl Gold abverkauft. Mittlerweile kehrt eine gewisse Normalität in die Märkte zurück. Die Teilnehmer kehren nicht mehr alles über einen Kam und fokussieren sich wieder auf Marktmechanismen und Fundamentaldaten. Wie in jeder Krise werden die alten Strategien überprüft und die Portfolien neu ausgerichtet. Das zeigt sich auch gerade auch in den Staatsanleihen. Der extreme Anstieg in den Renditen war mit der Frage der Tragfähigkeit des Schuldendienstes der Länder verbunden. Diese wurde jedoch mit den Aktionen durch die weltweiten Notenbank ziemlich klar beantwortet. Die Bereitstellung von Liquidität in einem nie dagewesen Ausmaß (FED Bilanz wird sich von 4.000 MRD auf 10.000 MRD USD aufblähen) und der implizierten Aussage, einer theoretisch unbegrenzten Hilfestellung durch die Geldpolitik. Im Speziellen durch die Fed, welche den größten Bondmarkt steuert und schon immer Vorgabe für die weltweiten Zinstrends war. Dieser ist weiterhin in einem lupenreinen langfristigen Abwärtstrend. Da wundert es nicht, dass Europa über die deutschen Bunds folgt. Die Fahnenstange im Bund bis -0,15 % wurde zu 50 % korrigiert zeigte in den letzten Woche eine Konsolidierung an. Das Dreieck wurde mittlerweile nach unten verlassen und auch die Unterstützung bei -51 BP wird per heute unterschritten. Das bringt Ziele von -61 BP auf die Agenda. Folglich wird dann der Abwärtstrend auch wieder aufgenommen und die Tiefstände um -0,71 % sollten getestet werden. Eine kurzfristige Verbesserung der Zinslage kann erst oberhalb von -41BP angenommen werden. Selbst dann wird der Zinsmarkt nicht wirklich positive Akzente setzen können. Die Dips werden vermutlich für die meisten Marktteilnehmer unterhalb von -0,15% zu Kauf genutzt.

Widerstand:  ~ -43 BP  |  ~ -28 BP  |  ~ -15 BP

Unterstützung:  ~ -51 BP  |  ~ -61 BP  |  ~ -71 BP

Bund Rendite Chartanalyse

Die Zinserwartung war richtig und die schwache Erholung seit der letzten Kommentierung verstärkt meine Meinung. Die Renditen sollten weiter fallen, ausgehend von der Bewegung der US-Treasuries und der extrem hohen Korrelation zum Bund. Dort ist ein neues all time low gehandelt worden und da die US-Rendite weiterhin komfortabel über 0 notieren, ist hier noch Puffer für ein ordentlichen Rückgang. Selbst bei einer kleinen Zwischenerholung im Bund – welche ab -63 BP starten kann und durchaus wahrscheinlich ist – stellt dies lediglich eine Korrektur da. Alle Stände bis -43 BP stellen Kaufgelegenheiten dar. Es besteht eine reelle Chance auf die Tiefstände um -0,73 %.

Widerstand  ~ -51 BP | ~ -42 BP | ~ -32 BP

Unterstützung  ~ – 62 BP  |  ~ -73 BP

Bund Rendite Chartanalyse

Der Bund setzte bei -15 BP ein kleines Doppeltop und brach im Anschluss direkt den roten Aufwärtstrend. Als Ergebnis kam die Rendite unter Druck und viele schwarze Kerne ohne Docht sind die Folge. Auch die Unterstützung um -0,32 % stoppte die Bewegung nicht. Die Dynamik klar nach unten gerichtet, gilt nun das Augenmerk auf die Horizontale support zone um -42 BP. Der Bereich ist mE enorm wichtig um das bullishe Rendite Bild aufrecht zu erhalten. Sprich genau hier muss der Bund jetzt eine Reaktion zeigen. Im derzeitigen Umfeld bezweifle ich diese Möglichkeit. Vermutlich müssen wir uns wieder auf tiefere Zinsniveaus einstellen. Selbst bei einer kurzen Erholungsphase sollten weitere Käufer in den Markt kommen. Solange die Erholung unter der median line der fork verläuft, kann die Arbeitshypothese aufrecht erhalten bleiben. Als nächste Orientierung kann -49/51 BP und im weiteren sogar -0,60 % genannt werden. Ein Biaswechsel erfolgt erst wieder  über -0,22 %

Widerstand ~ -32 BP | ~ -22 BP | ~ -15 BP

Unterstützung ~ -42 BP | ~ -49 BP | ~ -51 BP | ~ -60 BP