Dax Chartanalyse

Der Dax stoppte die Abwärtsbewegung bereits an der ersten angesprochen Unterstützung bei 11.472 Punkten aus der letzten Analyse. Die Möglichkeiten für einen weiteren Ausbau von long Positionen blieben somit begrenzt. Die vermuteten erhöhten Kursausschläge kamen jedoch voll zum tragen. Der Markt zeigte ein spektakulären turn around und konterte direkt in einer Woche die negative Ausgangslage. Mit dieser Kerzenkonstellation war klar, das die Kursziele auf der Unterseite nicht zu erreichen waren. Im Gegenteil. Mit der Rückeroberung von 12.452 hat sich das technische Bild deutlich aufgehellt. Die Verteidigung der Minimalkorrektur der gesamten Aufwärtsbewegung ist ein sehr positives Zeichen. Der Bruch der Pitchfork und die Ausweitung der Bollingerbänder lässt auf weitere Kursgewinne schließen.

Kurzfristig ist der Markt nun extrem überkauft und eine kurze Konsolidierung um 13460 Punkte ist durchaus möglich. Für gewöhnlich halten sich jedoch Gewinnmitnahmen in einer solchen Situation stark in Grenzen. Das Momentum treibt die Anleger in den Aktienmarkt, welche sich in der Korrektur nicht positionieren konnten oder auf tiefere Kurse gewartet haben. Die extreme Kursbewegung zeigt auch die große Erleichterung der Marktteilnehmer in Puncto Wahl und Impfstoff. Die Liquidität wird in den nächsten Monaten ihr Übriges tun. Mit Bruch der 13.460 dürfte der Markt endgültig in den Bullmode übergehen. Kurse bis 14.228 sollten in 2021 als Mindestziel erreichbar sein. Sicherlich nicht in einem Atemzug, aber die Tendenz ist meines Erachten klar vorgezeichnet. Sollte die Underperformance gegenüber USA zu Ende gehen und die Rotation zu Zyklikern und Valuetiteln anhalten, könnte die Bewegung bereits im Frühjahr vollzogen sein.

Widerstand: ~ 13.460 | ~ 13.789 | ~ 14.228

Unterstützung: ~ 13.018 | ~ 12.452 | ~ 11.472

Dax Chartanalyse

Zunächst einmal ein Blick aufs große Bild. Die Bewegungen im Charttechnischen Sinne verblüffend harmonisch wie ich finde. Bereits in der Abwärtsbewegung im März sowie bei den steigenden Kursen bis in den August hin. Sowohl in der Dynamik als auch in der Geschwindigkeit so nicht vorherzusehen und auch einmalig. Aber trotzdem vernünftig zu interpretieren und zu handeln. Denn jede Unterstützung und auch Widerstand welche genommen wurde, hatte Momentum, es gab wenige Trendverletzungen und relevante Marken wurden vom Markt beachtet. Der größte Feind in so einem Markt sind zu enge Stopps, zu große Hebel und zu kurzfristiges Agieren. Das Beispiel im roten Kreis soll dies verdeutlichen. Zunächst zeigte der Markt ein paar Wochen zuvor im Juli ein shooting star, welcher auch in der weiteren Woche durch eine schwarze Kerze bestätigt wurde. Die anschließende Aufwärtsbewegung zäh mit kleinen Kerzenkörpern, welche bereits nachlassendes Kaufmomentum signalisierte. Dann der erste Fehlausbruch über das Hoch des shooting stars und 2 Wochen später, der gescheiterte Versuch die pitchfork zu überhandelt. Ab diesem Zeitpunkt war der Markt massiv angeschlagen. Die Psychologie der Markteilnehmer dann ex post auch schön zu entschlüsseln. Die Longpositionen welche die Wochen zuvor neu aufgebaut wurden, bergen nach so einer Rally natürlich ein hohes Risiko. Prozyklische Anleger sichern deshalb mit engen Stopps ab, was auch nachvollziehbar ist. Allerdings befindet sich der Markt dort bereits in einem potentiellen Biaswechsel. Er reichen nur ein paar schwache Tage, um eine Abwärtsdynamik zu entfalten. Dies geschah dann auch mit einer langen schwarzen Kerze. In dieser Phase konnten shortpositionen risikoarm mit einen weit definierten stopp (oberhalb von 13.460) aufgebaut werden. Denn Fehlausbrüche sind meines Erachtens die ertragreichsten, stabilsten sowie risikoärmsten Signale, die der Markt auf mittelfristige Sicht zu bieten hat. Die Kurse kommen in solchen Phasen oftmals nahe an das Niveau, wo die Fehl/ Umpositionierung entstanden sind. In dem Fall bis an die abwärts gerichtete rosa gestrichelte Pitchfork. Ab diesem Moment wurden massiv Positionen glatt gestellt um weitere Verlust zu vermeiden. Die nächsten zwei Kerzen zeigen dann das Ergebnis dieser Situation. Die Kurse fallen wie vermutet direkt bis zu nächsten übergeordneten Unterstützung bei 11.600 bzw. 11.472 der Minimalkorrektur der gesamten Aufwärtsbewegung. Hier und jetzt nun die ersten ernsthaften Versuche einer Stabilisierung und die Legitimation meinerseits longpositionen mit einem Zeithorizont größer 12 Monaten aufzubauen. Der Markt hat jedoch weiteres Abwärtspotential, welches sich die nächsten Wochen auftun könnte. Die nächste Unterstützung bei 11.216 Punkten sollte mit hoher Wahrscheinlichkeit noch in den nächsten 4 Wochen getestet werden. Bricht auch dieses Niveau bereits in der jetzigen Abwärtsbewegung kommt die Marke um 10.886 Punkten ins Visier. Ein Einbruch wie im letzten Ausverkauf halte ich zunächst für unrealistisch. Ein Test der median line der Pitchfork und Kurse um 10.446 Punkte würde ich eher mit einer zähen und längeren Abwärtsbewegung in Verbindung bringen wollen. Klar und vermutlich für jeden ersichtlich. Unterhalb von 12.452 Punkten bleibt der Markt short und anfällig für dynamische Kursverluste und hohe Wochenausschläge.    

Widerstand: ~ 12.452   |  ~ 12.965 | ~ 13.415

Unterstützung: ~ 11.472  |  ~ 11.216  |  ~ 10.886  |  ~ 10.446

 

 

Dax Chartanalyse

Der Dax fiel unter die Marke von 12965 und im direkten Anschluss bis auf die Unterstützung von 12340 im Tief. Die maßgebliche Unterstützung von 12452 konnte jedoch auf Tages- als auch Wochenbasis verteidigt werden. Insofern war die prozyklische Idee aus der letzten Kommentierung goldrichtig. Die Erholung in dieser Woche mit einem gap up reiht sich in die Bewegung aus der vorherigen Woche mit einem gap down ein. Dies zeigt ganz klar, dass der Markt stark von Momentum- und Computerbasierten System dominiert wird, welche im Zweifel bereits in einer Wochen die vollen Bewegungen zur jeweiligen Unterstützung bzw Widerstand abhandeln. Eine Positionierung auf mittelfristiger Sicht und weniger die Analyse auf Tagesbasis ist hier meines Erachten sinnvoll und die bessere Wahl. Ich bin weiterhin der Überzeugung, dass der Mark anfällig für eine größere Korrektur ist. Die laufende Bewegung zeugt auch nicht von Stärke. Insofern könnten Kurse unter 12.452 Dynamik entfalten und Kurse von 11.600 Punkte mit sich bringen. Erst Notierungen über 13.000 negieren das kurzfristig bärische Bild und ein richtiger Befreiungsschlag ist erst oberhalb von 13.415 zu erwarten. Die nächsten Wochen werden sehr spannend in Bezug auf die US Wahl. Es wäre nicht überraschend wenn sich Kursbewegungen von über 1000 Punkten in beide Richtungen abzeichnen würden. Die bevorzugte Tendenz ist für mich klar auf fallende Kurse ausgerichtet, da hier regelmäßig das höhere Momentum seit dem Tief stattfindet.

Widerstand: ~ 12.965 | ~ 13.415 | ~ 13.726

Unterstützung: ~ 12.452 | ~ 12.370 | ~ 11.903

 

Dax Chartanalyse

Der Dax konnte nochmals zulegen und stieg bis 13.245 Punkten. Die vorsichtige Haltung hat sich bislang noch nicht ausgezahlt. Allerdings muss dem deutschen Leitindex klar relative Schwäche gegenüber anderen Indices attestiert werden. Zum einen in absoluten Zuwächsen, welche immer noch unter dem Allzeithoch liegen. Und zu anderen, dass ein Abwärtstrend mit tieferen Hochs vorliegt. Die upper line der Pitchfork begrenzt den laufenden Impuls. Auch die Kerze von letzter Woche zeigt Abgabebereitschaft auf diesem Niveau. Die Candelformation von Ende Juli ist per saldo auch noch aktiv, da erst mit Überschreiten von 13.313 diese negiert wird. Soweit zum bärischen Blick auf den Dax. Positiv hervorzuheben ist, dass jegliche schwache Wochenresultate direkt wieder gekontert wurden. Gezogen wird der Dax ganz klar über die Vorgaben in Amerika, welche für sich allein ein überzeugendes Bild abgeben. Die vagabundierende Liquidität darf nicht unterschätzt werden. Doch Geld ist wie ein scheues Reh. Das kann in Windeseile davon springen. Ich habe derzeit keine direkten Anzeichen, dass sich eine negative Entwicklung abzeichnet. Insofern ist eine prozyklische Strategie evtl von Vorteil. Oberhalb von 13.531 Punkte könnte der Dax seine Lücke zu USA  schliessen. Nach unten sind Kurse unter 12.965 erste Anzeichen einer Konsolidierung. Bricht der Bereich um 12.452 liegt eine Topbildung mit deutlich tieferen Zielen vor  Ich bin gespannt, wie viel Benzin der Dax noch im Tank hat, bevor die nächste Abwärtsbewegung startet. Denn eines sollte sich jeder Anleger bewusst machen, in jedem Trend gibt es immer wieder deutliche Korrekturen. Diese sind meines Erachten seit dem Tief noch nicht wirklich vorgekommen.

Widerstand: ~ 13.245 | ~ 13.313 | ~ 13.531

Unterstützung: ~ 12.965  | ~ 12.452  | ~ 12.370 | ~ 11.903

Dax Chartanalyse

Der Dax zeigte sich weiter von seiner ganz starken Seite. Das Hoch wurde nochmals überboten und die Zone der oberen Begrenzung der Pitchfork wurde angehandelt. In Zahlen 13313 Punkte , was dem gapclose aus der initialen Abwärtsbewegung entspricht. Dort zeigten sich dann jedoch erste Abschwächungen im Tageschart in Form eines shooting stars am oberen Bollingerband. Weitere schwarze short days und schließlich das gap down initiierten die laufende Abwärtsbewegung. Gleiches gilt im Wochenchart. Mit der heutigen Woche hat sich ein stark negatives Kerzensignal ausgebildet. Ein evening star mit Schlusskuren jeweils unterhalb der Widerstandszone um 12965. Die heutige Erholungsbewegung von der bereits erreichten ersten Unterstützung bei 12.370 ist zunächst technisch nachvollziehbar. Ein zweiter erfolgloser Test könnte dann jedoch deutlich mehr negatives Momentum auslösen, denn bislang könnte man den Verlauf positiv als untergeordnete Konsolidierung interpretieren. In diesem Szenario müssten die Käufer schnell und deutlich den Konter fahren. Ansonsten droht des Ende der gesamten Aufwärtsbewegung mit dem Mindestziel von 11903 Punkten und sehr wahrscheinlichen 11600 Punkten. Da mein Fahrplan in Bezug auf die Aktienmärkte in der jüngsten Vergangenheit schnell überholt wurde, macht ein zu weites und lautes Vordenken derzeit keinen Sinn und eine laufende und zeitnahe Einschätzung erforderlich. Die Vola ist derzeit zu hoch für eine präzise monatliche Kommentierung. Im Ergebnis schätze ich die Chance höher, dass wir 11.600 Punkte sehen als nochmals die Höchststände von 13.313. Vom jetzigen Stand bei 12500 übrigens ziemlich genau das gleiche Kurspotential je Richtung.

Widerstand:    ~ 12.965 | ~ 13.313 | ~ 13.531

Unterstützung:  ~ 12.452 | ~ 12.370 | ~ 11.903 | ~ 11.679

Dax Chartanalyse

Der Investitionsdruck der institutionellen Anleger ist weiterhin extrem hoch und entsprechend kurz aber heftig fallen die Korrekturen bislang aus. Der Markt konnte die Median Line der Pitchfork überwinden und zeigte eine Beschleunigung der Aufwärtsbewegung ab 11.903 Punkten, welche sogar das Niveau um 12.452 Punkte übertreffen konnte. Das Hoch in dieser Bewegung liegt bei 12913 Punkten und entspricht ungefähr der Länge des ersten Teilimpulses seit dem Tief im März. Der Bereich korrespondiert auch mit dem Start der dynamischen Abwärtsbewegung ausgehend von der unteren Begrenzung der Handelszone um den Jahreswechsel 2020. Insgesamt wurde die Dynamik der Aufwärtsbewegung von mir unterschätzt. Dennoch wurden die neuralgischen Kurszonen solide heraus gearbeitet und auch vom Markt soweit beachtet. Es konnten also Signale generiert werden, welche mit vernünftigen Risiko- und Moneymanagement dennoch profitabel handelbar sind. (Die Kunst in der technischen Analyse ist nicht die richtige Zukunft vorherzusagen zu wollen, sondern zu erkennen, wann eine Szenario hinfällig ist und sich entsprechend zu positionieren. Dies hat auch viel mit der Erkenntnis zu tun, Zeitraum und timeframes zu unterscheiden) Ich bleibe bei der Annahme , dass sich nochmals eine längere und deutlichere Abwärtsbewegung abzeichnen sollte. Allerdings muss die These eines Bärenmarktes mit hoher Wahrscheinlichkeit verworfen werden. Kurse bis 11000 Punkte wären im Kontext der jüngsten  Kursausschläge weiterhin eher Kaufgelegenheiten auf höherem Niveau. Die Zone um 10.300 Punkte sogar schon eher Wunschdenken vieler Investoren um langfristige Positionen risikoarm einzukaufen. Wie ich schon vor 2 Monaten schrieb: Anleger die keine Möglichkeit haben kurzfristig auf die hohen Kursbewegungen zu reagieren und untergeordnete Trends zu handel, sollten sich auf die long Seite konzentrieren, da hier langfristig das höhere Potential liegt. Diese Aussage gilt jedoch nicht bei derzeitigen Daxständen oberhalb von 12K Punkten. Das Momentum hat spürbar nachgelassen und die Volatilität steigt ebenfalls wieder an. Beginnend von 12452 sollte diese Abwärtsbewegung größere Chance haben, eine etwas längere Korrektur (zumindest zeitlich) einzuleiten. Bestätigung findet dies unter 11.622 Punkten.

Widerstand:  ~ 11.903 | ~ 12.452  |  ~ 12.965

Unterstützung:  ~ 11.903 | ~ 11.622 | ~ 11.236

Dax Chartanalyse

Der Dax zeigte nur eine kurze aber durchaus knackige Korrektur, ausgehend von der Medianline. Diese wurde jedoch direkt wieder mit höherem Momentum gekauft. Das Sentiment ist noch zu pessimistisch, als das die Bären wieder dauerhaft das Steuer übernehmen können. Die Markteilnehmer werden hierbei gezwungen entlang der wall of worry Positionen aufzubauen. Volatilitäten unter 30 Punkten geben systembasierten Handelsprogrammen zumindest hell grünes Licht und verstärken den Kaufdruck. Der Markt handelt nun an der Maximal-Korrektur und ist in einem massiven Widerstandsbündel. Es wird also spannend wie lange sich der Markt auf diesem Niveau halten kann. Durchaus vorstellbar, dass sich dies noch über einige Wochen hinweg zieht. Sowohl Optimisten als auch Pessimisten müssen zuerst in die Irre geführt werden und Ihre Positionierung aufgeben oder überdenken. Dann kann wieder eine trendstärkere Bewegung einsetzten. Meine Hypothese dabei lautet, dass die Tiefs nicht mehr getestet werden. Deutlich früher wird Kaufinteresse aufkommen, da große Investoren stark unter investiert und hohe Kassenpositionen haben. Ins Auge sticht hier die Zone um 10.000 Punkte. Untergeordnet sollte bereits bei 11K bis 11.236 eine erste Reaktion erfolgen. Der Blick nach oben darf natürlich auch nicht fehlen. In einer Übertreibungsphase könnte bei Kursen über 11.903 nochmals einem Anlauf bis 12.452 anstehen. Diese Szenario taxiere ich als eher unwahrscheinlich und korrespondiert als Restrisiko eines Baisseanlegers.

Widerstand:  ~ 11.622 |  ~ 11.903  | ~ 12.452

Unterstützung: ~ 11.236   | ~ 11.025   | ~ 10.725

Dax Chartanalyse

Die Dynamik in diesem Abwärtstrend ist einmalig. Der 10 jährige Bullenmarkt wurde innerhalb von gut einem Monat beendet. Die meisten Teilnehmer hatten kaum eine Chance auf den Abverkauf zu reagieren. Trendfolgemodelle und Momentum Investoren haben dies sogar noch verstärkt. Daytrader und algorithmische Handelssysteme lassen sich mit den Charts treiben und bringen sowieso keinen volkswirtschaftlichen Nutzen. Hedgefonds bleiben ganz klar hinter Ihrem Performanceanspruch zurück und sind wieder einmal ihr Geld nicht wert. In einer Welt, in der der Schalter von 1 auf null gelegt wird, ist ein starke Meinung gefragt und eine Fokussierung aufs Wesentliche nötig. Antizyklische Vorgehensweisen und aktives Management sind meines Erachten Tugenden, welche am Markt schwer zu finden sind. Mit dem Boom von ETFs und einer „copy und paste“-Mentalitäten der Analysten sowie professionellen Investoren, welche nur noch auf Sicht fahren, wird dieser Umstand noch verstärkt. Das Ergebnis ist in den Charts abzulesen und es wundert ein nicht, dass man derzeit meist nur wage Aussagen zum Aktienmärkten findet. Prinzipiell kann per gestern die Erholungsbewegung als vollständig deklariert werden. Die Fahnenstange hat die 50 % Korrektur erreicht. Des weiteren wird die Medianline der pinken pitchfork in Verbindung mit dem letzten markanten Tief getestet. Von hier aus ist mit der Aufnahme des Abwärtstrend zu rechnen. Wichtig ist, dass in diesen sprunghaften Zeiten, eine Punktlandung gem. Charttechnik unwahrscheinlich ist. Das Sentiment der Marktteilnehmer erfordert meines Erachtens ein Fehlausbruch um die shortpositionen zu bereinigen und die pro zyklischen Longinvestor in den Markt zu locken. Eine Antizipation des Verlaufs und einhergehend mit einem vernünftigen Risk- und Moneymanagemnet ist nötig, um den vermutlichen schnellen Abverkauf zu meistern. Wer hierzu nicht die Mittel hat, sollte sich eher auf den Einstieg in den Aktienmarkt auf mittelfristiger Basis konzentrieren. Auf die nächsten Jahren ist klar die longseite zu präferieren. Insofern sind Kurse bis 11.622 für mich Einstiegsgelegenheiten an dem Bärenmarkt zu partizipieren. Wie weit dieser uns trägt, wird uns die Dynamik und Struktur dann zeigen.

Widerstand: ~ 11.025  |  ~ 11.622  |  ~ 11.903

Unterstützung: ~ 10.725  |  ~ 9.225  |  ~ 8.228

Dax Chartanalyse

Für einen mittelfristigen Ansatz war das timing zum Ausstieg nahezu perfekt. Die Dynamik habe ich so natürlich auch nicht erwartet. Aber manchmal hilft es, eine Markterfahrung von +20 Jahren zu haben und zu wissen wann man seine chips besser vom Tisch nehmen sollte. Genug vom Blick in die Vergangenheit. Der Dax zeigt Zeichen eines sell offs mit Kursverlusten von 13 % vom Hoch. Wo das exakte Tief liegt ist dabei völlig uninteressant. Wer hier kurzfristig mitspielt, braucht eine starke Meinung und ein großes Margin Konto. Wer im Vorfeld für eine hohe cash quote gesorgt hat, sollte die alte Börsenweisheit befolgen und an schwachen Tage kaufen und bei starken entsprechend verkaufen. Kurzfristig erreichte der Dax eine wichtige Unterstützung bei 11726 Punkten. Von hier aus dürfte nächste Woche zumindest eine Stabilisierung vermutlich eher eine Erholung starten. Diese Korrektur taxiere ich von 12.600 bis maximal 13.000 Punkten. Im Anschluss erwarte ich eine weitere Abwärtsbewegung im klassischen Sinne einer ABC Korrektur. Da die Vola extrem hoch geschnellt ist, kann die Arbeitsthese natürlich schnell verworfen sein. Auch mit der Gefahr zu weit in die Zukunft blicken zu wollen, gehe ich per Stand heute von einem mittelfristigen top aus. Allerdings muss ein Top nicht zwangsläufig mit einem Bärenmarkt in Verbindung gebracht werden. Das heißt ich rechne mit einer Seitwärtsbewegung mit extremen Hoch- und Tiefpunkten, also tendenziell mit einem Tradingmarkt und nicht mit einem buy and hold Szenario. Klassische Oszillatoren können in dieser Phase hilfreich zu beobachten sein. Der Markt war in meinen Augen zwar im Hoch zu teuer in der Gesamtkonstellation, aber die TINA (there is no alternative) lebt eben auch auf unbestimmte Zeit weiter. In diesem Sinne schauen wir ob sich der Markt überhaupt kurzfristig an den Fahrplan hält.

Widerstand: ~ 12.452 |  ~ 12.653 | ~ 12.965

Unterstützung: ~ 11.726  | ~ 11.267 | ~ 10.285