Dax Chartanalyse

Der Dax fiel unter die Marke von 12965 und im direkten Anschluss bis auf die Unterstützung von 12340 im Tief. Die maßgebliche Unterstützung von 12452 konnte jedoch auf Tages- als auch Wochenbasis verteidigt werden. Insofern war die prozyklische Idee aus der letzten Kommentierung goldrichtig. Die Erholung in dieser Woche mit einem gap up reiht sich in die Bewegung aus der vorherigen Woche mit einem gap down ein. Dies zeigt ganz klar, dass der Markt stark von Momentum- und Computerbasierten System dominiert wird, welche im Zweifel bereits in einer Wochen die vollen Bewegungen zur jeweiligen Unterstützung bzw Widerstand abhandeln. Eine Positionierung auf mittelfristiger Sicht und weniger die Analyse auf Tagesbasis ist hier meines Erachten sinnvoll und die bessere Wahl. Ich bin weiterhin der Überzeugung, dass der Mark anfällig für eine größere Korrektur ist. Die laufende Bewegung zeugt auch nicht von Stärke. Insofern könnten Kurse unter 12.452 Dynamik entfalten und Kurse von 11.600 Punkte mit sich bringen. Erst Notierungen über 13.000 negieren das kurzfristig bärische Bild und ein richtiger Befreiungsschlag ist erst oberhalb von 13.415 zu erwarten. Die nächsten Wochen werden sehr spannend in Bezug auf die US Wahl. Es wäre nicht überraschend wenn sich Kursbewegungen von über 1000 Punkten in beide Richtungen abzeichnen würden. Die bevorzugte Tendenz ist für mich klar auf fallende Kurse ausgerichtet, da hier regelmäßig das höhere Momentum seit dem Tief stattfindet.

Widerstand: ~ 12.965 | ~ 13.415 | ~ 13.726

Unterstützung: ~ 12.452 | ~ 12.370 | ~ 11.903

 

Bund Rendite Chartanalyse

Die Bundrendite gab per Saldo die letzten vier Wochen nach. Die Dynamik hält sich in Grenzen und das Bild, welches sich in 2020 abzeichnet könnte die nächsten Monate Fortbestand haben. Eine Seitwärtsbewegung in Form einer Pattsituation aufgrund der Großwetterlage. Die deflationären Tendenzen im Sommer begrenzen die Zinsphantasie nach oben und die fehlenden Impulse der Notenbanken auf eine noch stärkere Ausweitung der Geldpolitik und somit tieferen Renditen. Chart technisch kommt der Unterstützung um -56 BP größere Bedeutung zu. Dieses Niveau konnten die Zinsbullen in der jüngsten Vergangenheit nicht über handeln. Insofern sollte dies als Grundannahme fungieren und man sich eher auf leicht höhere Zinsen bis -43 BP einstellen. Selbst ein kurzes Abtauchen bis -0,60 %  würde meines Erachten keine weitere Dynamik in den Markt bringen. Nur ein stark fallender Aktienmarkt könnte einen Impuls in diese Richtung auslösen.

 

Widerstand: ~ -50 BP | ~ -43 BP | ~ -38 BP

Unterstützung: ~ -56 BP | ~ -61 BP | ~ -71 BP

Euro Chartanalyse

Der Euro konsolidiert auf hohem Niveau und testet derzeit die gelbe Trendlinie des Ausbruchsniveaus aus dem Abwärtstrend seit 2008. Die Wochenkerze bislang konstruktiv, wenn auch noch zu früh um diese zu würdigen. Das Kursverhalten zeigt aber einen klar Euro-positiven Verlauf an. Somit sollte im Bestfall direkt mit einer weiteren Aufwärtsbewegung gerechnet werden. Ein Test der 1,15 ist vermutlich gar nicht mehr nötig , aber auch unproblematisch, um das übergeordnete Bild bei zu behalten. Die offene Marke um 1,21 ist somit Mindestziel der nächsten Bewegung. Es darf sogar über weit aus höhere Regionen von 1,24 bis 1,26 nachgedacht werden. Je kleiner die Konsolidierung ausfällt, umso mehr Momentum wird die Devise aufnehmen können. Nach unten ist der Euro bereits um 1,144 gut unterstützt.

Widerstand: ~ 1,210 | ~ 1,24 | ~ 1,255

Unterstützung: ~ 1,175 | ~ 1,150 | ~ 1,118