Dax Chartanalyse

Die Dynamik in diesem Abwärtstrend ist einmalig. Der 10 jährige Bullenmarkt wurde innerhalb von gut einem Monat beendet. Die meisten Teilnehmer hatten kaum eine Chance auf den Abverkauf zu reagieren. Trendfolgemodelle und Momentum Investoren haben dies sogar noch verstärkt. Daytrader und algorithmische Handelssysteme lassen sich mit den Charts treiben und bringen sowieso keinen volkswirtschaftlichen Nutzen. Hedgefonds bleiben ganz klar hinter Ihrem Performanceanspruch zurück und sind wieder einmal ihr Geld nicht wert. In einer Welt, in der der Schalter von 1 auf null gelegt wird, ist ein starke Meinung gefragt und eine Fokussierung aufs Wesentliche nötig. Antizyklische Vorgehensweisen und aktives Management sind meines Erachten Tugenden, welche am Markt schwer zu finden sind. Mit dem Boom von ETFs und einer „copy und paste“-Mentalitäten der Analysten sowie professionellen Investoren, welche nur noch auf Sicht fahren, wird dieser Umstand noch verstärkt. Das Ergebnis ist in den Charts abzulesen und es wundert ein nicht, dass man derzeit meist nur wage Aussagen zum Aktienmärkten findet. Prinzipiell kann per gestern die Erholungsbewegung als vollständig deklariert werden. Die Fahnenstange hat die 50 % Korrektur erreicht. Des weiteren wird die Medianline der pinken pitchfork in Verbindung mit dem letzten markanten Tief getestet. Von hier aus ist mit der Aufnahme des Abwärtstrend zu rechnen. Wichtig ist, dass in diesen sprunghaften Zeiten, eine Punktlandung gem. Charttechnik unwahrscheinlich ist. Das Sentiment der Marktteilnehmer erfordert meines Erachtens ein Fehlausbruch um die shortpositionen zu bereinigen und die pro zyklischen Longinvestor in den Markt zu locken. Eine Antizipation des Verlaufs und einhergehend mit einem vernünftigen Risk- und Moneymanagemnet ist nötig, um den vermutlichen schnellen Abverkauf zu meistern. Wer hierzu nicht die Mittel hat, sollte sich eher auf den Einstieg in den Aktienmarkt auf mittelfristiger Basis konzentrieren. Auf die nächsten Jahren ist klar die longseite zu präferieren. Insofern sind Kurse bis 11.622 für mich Einstiegsgelegenheiten an dem Bärenmarkt zu partizipieren. Wie weit dieser uns trägt, wird uns die Dynamik und Struktur dann zeigen.

Widerstand: ~ 11.025  |  ~ 11.622  |  ~ 11.903

Unterstützung: ~ 10.725  |  ~ 9.225  |  ~ 8.228

Bund Rendite Chartanalyse

Die Turbulenzen haben in dieser Krise auch den Rentenmarkt erfasst. Die typische negative Korrelation zu anderen Anlageklassen, insbesondere zu den Aktien war schlagartig verschwunden. Nach dem Motto „cash is king“ wurden in dieser Situation alle Segment inkl Gold abverkauft. Mittlerweile kehrt eine gewisse Normalität in die Märkte zurück. Die Teilnehmer kehren nicht mehr alles über einen Kam und fokussieren sich wieder auf Marktmechanismen und Fundamentaldaten. Wie in jeder Krise werden die alten Strategien überprüft und die Portfolien neu ausgerichtet. Das zeigt sich auch gerade auch in den Staatsanleihen. Der extreme Anstieg in den Renditen war mit der Frage der Tragfähigkeit des Schuldendienstes der Länder verbunden. Diese wurde jedoch mit den Aktionen durch die weltweiten Notenbank ziemlich klar beantwortet. Die Bereitstellung von Liquidität in einem nie dagewesen Ausmaß (FED Bilanz wird sich von 4.000 MRD auf 10.000 MRD USD aufblähen) und der implizierten Aussage, einer theoretisch unbegrenzten Hilfestellung durch die Geldpolitik. Im Speziellen durch die Fed, welche den größten Bondmarkt steuert und schon immer Vorgabe für die weltweiten Zinstrends war. Dieser ist weiterhin in einem lupenreinen langfristigen Abwärtstrend. Da wundert es nicht, dass Europa über die deutschen Bunds folgt. Die Fahnenstange im Bund bis -0,15 % wurde zu 50 % korrigiert zeigte in den letzten Woche eine Konsolidierung an. Das Dreieck wurde mittlerweile nach unten verlassen und auch die Unterstützung bei -51 BP wird per heute unterschritten. Das bringt Ziele von -61 BP auf die Agenda. Folglich wird dann der Abwärtstrend auch wieder aufgenommen und die Tiefstände um -0,71 % sollten getestet werden. Eine kurzfristige Verbesserung der Zinslage kann erst oberhalb von -41BP angenommen werden. Selbst dann wird der Zinsmarkt nicht wirklich positive Akzente setzen können. Die Dips werden vermutlich für die meisten Marktteilnehmer unterhalb von -0,15% zu Kauf genutzt.

Widerstand:  ~ -43 BP  |  ~ -28 BP  |  ~ -15 BP

Unterstützung:  ~ -51 BP  |  ~ -61 BP  |  ~ -71 BP

Euro Chartanalyse

Schauen wir uns den langfristigen Trend seit 2008 an, ist der EUR in einem intakten Abwärtstrend. Dabei wurde das gelbe Dreieck nach unten aufgelöst und der anschließende Test dessen hat die Richtung bestätigt. Seit dem verläuft die Devise in kleiner Amplitude in einem sauberen Trendkanal gen Süden. Die Ausschläge in den letzten Wochen zeigen, dass im Markt keine Positionen angepasst wurden. Denn sowohl oben als auch unten wurden die Fehlausbrüche negiert. Das stärkt die These, dass das untere Bollwerk beginnend von 1,056 bis knapp zur Parität in den nächsten Wochen getestet werden sollte. Die Nagelprobe für den langfristigen Verlauf wird dort entschieden. Die Fortsetzung nach unten würde Ziele um 0,95 und 0,89 auf die Agenda bringen. Anderseits würden sich aus der Verteidigung der massiven Unterstützung dann unproblematisch Notierungen von 1,15 als Zwischenziel und folglich auch 1,25 aus dem letzten markanten Hoch  ableiten lassen. Die nächsten Monaten werden wieder spannender und volatiler für das Währungspaar

Widerstand:  ~ 1,118  |  ~ 1,150  |  ~ 1,175

Unterstützung:  ~ 1,093  |  ~ 1,056  |  ~ 1,033

Dax Chartanalyse

Für einen mittelfristigen Ansatz war das timing zum Ausstieg nahezu perfekt. Die Dynamik habe ich so natürlich auch nicht erwartet. Aber manchmal hilft es, eine Markterfahrung von +20 Jahren zu haben und zu wissen wann man seine chips besser vom Tisch nehmen sollte. Genug vom Blick in die Vergangenheit. Der Dax zeigt Zeichen eines sell offs mit Kursverlusten von 13 % vom Hoch. Wo das exakte Tief liegt ist dabei völlig uninteressant. Wer hier kurzfristig mitspielt, braucht eine starke Meinung und ein großes Margin Konto. Wer im Vorfeld für eine hohe cash quote gesorgt hat, sollte die alte Börsenweisheit befolgen und an schwachen Tage kaufen und bei starken entsprechend verkaufen. Kurzfristig erreichte der Dax eine wichtige Unterstützung bei 11726 Punkten. Von hier aus dürfte nächste Woche zumindest eine Stabilisierung vermutlich eher eine Erholung starten. Diese Korrektur taxiere ich von 12.600 bis maximal 13.000 Punkten. Im Anschluss erwarte ich eine weitere Abwärtsbewegung im klassischen Sinne einer ABC Korrektur. Da die Vola extrem hoch geschnellt ist, kann die Arbeitsthese natürlich schnell verworfen sein. Auch mit der Gefahr zu weit in die Zukunft blicken zu wollen, gehe ich per Stand heute von einem mittelfristigen top aus. Allerdings muss ein Top nicht zwangsläufig mit einem Bärenmarkt in Verbindung gebracht werden. Das heißt ich rechne mit einer Seitwärtsbewegung mit extremen Hoch- und Tiefpunkten, also tendenziell mit einem Tradingmarkt und nicht mit einem buy and hold Szenario. Klassische Oszillatoren können in dieser Phase hilfreich zu beobachten sein. Der Markt war in meinen Augen zwar im Hoch zu teuer in der Gesamtkonstellation, aber die TINA (there is no alternative) lebt eben auch auf unbestimmte Zeit weiter. In diesem Sinne schauen wir ob sich der Markt überhaupt kurzfristig an den Fahrplan hält.

Widerstand: ~ 12.452 |  ~ 12.653 | ~ 12.965

Unterstützung: ~ 11.726  | ~ 11.267 | ~ 10.285

Bund Rendite Chartanalyse

Die Zinserwartung war richtig und die schwache Erholung seit der letzten Kommentierung verstärkt meine Meinung. Die Renditen sollten weiter fallen, ausgehend von der Bewegung der US-Treasuries und der extrem hohen Korrelation zum Bund. Dort ist ein neues all time low gehandelt worden und da die US-Rendite weiterhin komfortabel über 0 notieren, ist hier noch Puffer für ein ordentlichen Rückgang. Selbst bei einer kleinen Zwischenerholung im Bund – welche ab -63 BP starten kann und durchaus wahrscheinlich ist – stellt dies lediglich eine Korrektur da. Alle Stände bis -43 BP stellen Kaufgelegenheiten dar. Es besteht eine reelle Chance auf die Tiefstände um -0,73 %.

Widerstand  ~ -51 BP | ~ -42 BP | ~ -32 BP

Unterstützung  ~ – 62 BP  |  ~ -73 BP

Euro Chartanalyse

Nicht nur der Test bei 1,093 erfolgte in den letzten Wochen, sondern auch der untere Trendkanal wurde angehandelt. Im Anschluss dann eine ordentliche Erholung. Ich glaube mittlerweile sieht jeder das Muster im Euro gegen den USD und der Chart spricht für sich.

Widerstand: ~ 1,118 | ~ 1,150 | ~ 1,175

Unterstützung: ~ 1,093 | ~ 1,056

Dax Chartanalyse

Das Dax Kursziel bei 13.531 wurde mittlerweile erreicht und die Grundvoraussetzung für ein potentiell mittelfristiges Top – auch mit Blick auf Amerika – sind für mich nun gegeben. Die Schlagzeilen beim kurzfristigen intra week all time high gepaart mit einem scharfen Abverkauf erinnert an das Jahr 2018. Der Dax sitzt nun auf einer untergeordneten Unterstützung, welche jedoch immer nur in bull-phasen Bedeutung hat. Erstes Indiz für weitere fallenden Kurse somit bei Bruch und Kursen unter 13097. Die Unterstützungen sind bei 12.864 und 12.733 und 12.611 zu nennen. Im Zweifel kann das alles in einer Woche abgearbeitet werden. Kurze Zwischenerholungen sollten zum Positionsabbau genutzt werden. 

Widerstand: ~ 13.197 | ~ 13.531

Unterstützung: ~ 13.097  | ~ 12.864 | ~ 12.661

Euro Chartanalyse

same old story… Der Trend bleibt intakt und das Momentum niedrig. Das Ziel bei 1,093 bleibt erhalten und der maßgebliche Widerstand für einen steigenden Euro liegt bei 1,118

Widerstand: ~ 1,118 | ~ 1,150 | ~ 1,175

Unterstützung: ~ 1,093 | ~ 1,056

Bund Rendite Chartanalyse

Der Bund setzte bei -15 BP ein kleines Doppeltop und brach im Anschluss direkt den roten Aufwärtstrend. Als Ergebnis kam die Rendite unter Druck und viele schwarze Kerne ohne Docht sind die Folge. Auch die Unterstützung um -0,32 % stoppte die Bewegung nicht. Die Dynamik klar nach unten gerichtet, gilt nun das Augenmerk auf die Horizontale support zone um -42 BP. Der Bereich ist mE enorm wichtig um das bullishe Rendite Bild aufrecht zu erhalten. Sprich genau hier muss der Bund jetzt eine Reaktion zeigen. Im derzeitigen Umfeld bezweifle ich diese Möglichkeit. Vermutlich müssen wir uns wieder auf tiefere Zinsniveaus einstellen. Selbst bei einer kurzen Erholungsphase sollten weitere Käufer in den Markt kommen. Solange die Erholung unter der median line der fork verläuft, kann die Arbeitshypothese aufrecht erhalten bleiben. Als nächste Orientierung kann -49/51 BP und im weiteren sogar -0,60 % genannt werden. Ein Biaswechsel erfolgt erst wieder  über -0,22 %

Widerstand ~ -32 BP | ~ -22 BP | ~ -15 BP

Unterstützung ~ -42 BP | ~ -49 BP | ~ -51 BP | ~ -60 BP