Euro Chartanalyse

Der Euro erreichte nahezu das übergeordnet avisierte Ziel bei 1,24 und ging in eine Konsolidierung über. Diese begann mit dem Erreichen der untergeordneten Fibonacci Extension bei 1,226 in Kombination mit zwei shooting stars und einer schwarzen Kerze als Bestätigung. Ein schönes Beispiel für die Analyse von Kursbewegungen in unterschiedlichen time frames. Der Euro wird in eine weitere Korrektur eintreten, sobald die Marke von 1,206 unterschritten wird und dies kann sogar bis in der März andauern. Das vorliegende pattern hat eine gute Signalqualität. Auf der Oberseite gibt es noch die Möglichkeit zu einem direkten Anstieg bis 1,24. Dies ist aber nicht mein favorisierter Plan. In der technischen Analyse ist es wichtig Kursmuster zu interpretieren und daraus Szenarien abzuleiten. Dabei kommt nicht immer eine punkt genau Vorhersage zustande, weil es keine exakte Wissenschaft ist. Kurszonen mit potentiellen Kumulationspunkte zu erkennen und dort verstärkt das Kursverhalten zu analysieren ist ein Schlüssel um dieses tool richtig anzuwenden. Bricht also auch der Bereich um 1,188 kann die gesamte Bewegung als abgeschlossen gelten. Das ist per Stand heute noch zu früh und hat wenig Aussagkraft. Insgesamt taxiere ich die Chancen höher, dass sich die Aufwärtsbewegung nach dem Kursrücksetzer in die erste graue Zone fortsetzt. 

Widerstand:  ~ 1,226 |  ~ 1,240  |  ~ 1,261

Unterstützung: ~ 1,206  | ~ 1,194 | ~ 1,188 

 

Dax Chartanalyse

Der Dax stoppte die Abwärtsbewegung bereits an der ersten angesprochen Unterstützung bei 11.472 Punkten aus der letzten Analyse. Die Möglichkeiten für einen weiteren Ausbau von long Positionen blieben somit begrenzt. Die vermuteten erhöhten Kursausschläge kamen jedoch voll zum tragen. Der Markt zeigte ein spektakulären turn around und konterte direkt in einer Woche die negative Ausgangslage. Mit dieser Kerzenkonstellation war klar, das die Kursziele auf der Unterseite nicht zu erreichen waren. Im Gegenteil. Mit der Rückeroberung von 12.452 hat sich das technische Bild deutlich aufgehellt. Die Verteidigung der Minimalkorrektur der gesamten Aufwärtsbewegung ist ein sehr positives Zeichen. Der Bruch der Pitchfork und die Ausweitung der Bollingerbänder lässt auf weitere Kursgewinne schließen.

Kurzfristig ist der Markt nun extrem überkauft und eine kurze Konsolidierung um 13460 Punkte ist durchaus möglich. Für gewöhnlich halten sich jedoch Gewinnmitnahmen in einer solchen Situation stark in Grenzen. Das Momentum treibt die Anleger in den Aktienmarkt, welche sich in der Korrektur nicht positionieren konnten oder auf tiefere Kurse gewartet haben. Die extreme Kursbewegung zeigt auch die große Erleichterung der Marktteilnehmer in Puncto Wahl und Impfstoff. Die Liquidität wird in den nächsten Monaten ihr Übriges tun. Mit Bruch der 13.460 dürfte der Markt endgültig in den Bullmode übergehen. Kurse bis 14.228 sollten in 2021 als Mindestziel erreichbar sein. Sicherlich nicht in einem Atemzug, aber die Tendenz ist meines Erachten klar vorgezeichnet. Sollte die Underperformance gegenüber USA zu Ende gehen und die Rotation zu Zyklikern und Valuetiteln anhalten, könnte die Bewegung bereits im Frühjahr vollzogen sein.

Widerstand: ~ 13.460 | ~ 13.789 | ~ 14.228

Unterstützung: ~ 13.018 | ~ 12.452 | ~ 11.472

Bund Rendite Chartanalyse

Die Rendite der 10 Jährigen Bundesanleihe hat in den letzten 4 Wochen noch die Marke von -0,67 % gesehen. Danach wurde die Luft für weitere Kurssteigerungen der Anleihen dünn. Wie vermutet drehte die Rendite dann auch nach oben und das sogar mit ordentlich Schwung. Die Strategie auf höherem Niveau bei ca. -50 BP wieder auf fallende Zinsen zu setzen, hat sich als richtig erwiesen. Es gab noch ein kleinen spike über das Niveau, aber das nur an einem Tag. In weiteren Verlauf setzte der Kaufdruck der Investoren bereits wieder ein und die Monsterkerze ist schon zu mehr als 50 % konsolidiert und somit neutralisiert. Die Rendite ist nun an einem spannenden Punkt angelangt. Denn sie ist wieder in die übergeordnete abwärts gerichtete Pitchfork eingetaucht und konnte bislang weder den horizontalen Widerstand bei -0,55 noch das mittlere Bollinger Band zurück erobern. Solange der Zustand so bleibt, sollten nochmals tiefere Ziele bis -0,65 % möglich sein. Die negativen Inflationsraten dürfte die Notenbank als Argument nutzten, um das Kaufprogramm zu erhöhen und somit kommt prinzipiell die Marke von -71 BP auch wieder auf die Agenda. Zumal in 2020 jeweils tiefere Hochpunkte zu verzeichnen waren.     

Widerstand: ~ -55 BP | ~ -50 BP | ~ -43 BP | ~ -38 BP

Unterstützung: ~ -65 BP | ~ -67 BP | ~ -71 BP

 

Euro Chartanalyse

Der Euro hat noch einen kleinen Dip nach unten vollzogen, aber das letzte Tief bei 1,161 nicht mehr unterschritten. Die Marken um 1,15 und 1,144 blieben unberührt. Mit den ersten Prognosen der US-Wahl drehte der Euro dann nach oben. Die Einschätzung für einen schwächeren Dollar haben sich somit bestätigt. Gerade mit der letzten langen weisen Wochenkerze, welche die Dochte der Vorwochen über handelt hat, ist der Verlauf positiv zu interpretieren. Die Aufwärtsbewegung sollte oberhalb von 1,182 intakt bleiben und das obere Bollinger Band in Kombination des letzten Hochpunkts dürfte nur kurzfristig Widerstand leisten. Die Devise wird vermutlich bald das erste Ziel von 1,21 testen können. Einer weiteren Bewegung in Richtung 1,24 steht unter charttechnischen Gesichtspunkten derzeit wenig entgegen.

Widerstand:  ~ 1,203 | ~ 1,210 | ~ 1,240

Unterstützung: ~ 1,182 | ~ 1,161 | ~ 1,150 | ~ 1,144

 

Dax Chartanalyse

Zunächst einmal ein Blick aufs große Bild. Die Bewegungen im Charttechnischen Sinne verblüffend harmonisch wie ich finde. Bereits in der Abwärtsbewegung im März sowie bei den steigenden Kursen bis in den August hin. Sowohl in der Dynamik als auch in der Geschwindigkeit so nicht vorherzusehen und auch einmalig. Aber trotzdem vernünftig zu interpretieren und zu handeln. Denn jede Unterstützung und auch Widerstand welche genommen wurde, hatte Momentum, es gab wenige Trendverletzungen und relevante Marken wurden vom Markt beachtet. Der größte Feind in so einem Markt sind zu enge Stopps, zu große Hebel und zu kurzfristiges Agieren. Das Beispiel im roten Kreis soll dies verdeutlichen. Zunächst zeigte der Markt ein paar Wochen zuvor im Juli ein shooting star, welcher auch in der weiteren Woche durch eine schwarze Kerze bestätigt wurde. Die anschließende Aufwärtsbewegung zäh mit kleinen Kerzenkörpern, welche bereits nachlassendes Kaufmomentum signalisierte. Dann der erste Fehlausbruch über das Hoch des shooting stars und 2 Wochen später, der gescheiterte Versuch die pitchfork zu überhandelt. Ab diesem Zeitpunkt war der Markt massiv angeschlagen. Die Psychologie der Markteilnehmer dann ex post auch schön zu entschlüsseln. Die Longpositionen welche die Wochen zuvor neu aufgebaut wurden, bergen nach so einer Rally natürlich ein hohes Risiko. Prozyklische Anleger sichern deshalb mit engen Stopps ab, was auch nachvollziehbar ist. Allerdings befindet sich der Markt dort bereits in einem potentiellen Biaswechsel. Er reichen nur ein paar schwache Tage, um eine Abwärtsdynamik zu entfalten. Dies geschah dann auch mit einer langen schwarzen Kerze. In dieser Phase konnten shortpositionen risikoarm mit einen weit definierten stopp (oberhalb von 13.460) aufgebaut werden. Denn Fehlausbrüche sind meines Erachtens die ertragreichsten, stabilsten sowie risikoärmsten Signale, die der Markt auf mittelfristige Sicht zu bieten hat. Die Kurse kommen in solchen Phasen oftmals nahe an das Niveau, wo die Fehl/ Umpositionierung entstanden sind. In dem Fall bis an die abwärts gerichtete rosa gestrichelte Pitchfork. Ab diesem Moment wurden massiv Positionen glatt gestellt um weitere Verlust zu vermeiden. Die nächsten zwei Kerzen zeigen dann das Ergebnis dieser Situation. Die Kurse fallen wie vermutet direkt bis zu nächsten übergeordneten Unterstützung bei 11.600 bzw. 11.472 der Minimalkorrektur der gesamten Aufwärtsbewegung. Hier und jetzt nun die ersten ernsthaften Versuche einer Stabilisierung und die Legitimation meinerseits longpositionen mit einem Zeithorizont größer 12 Monaten aufzubauen. Der Markt hat jedoch weiteres Abwärtspotential, welches sich die nächsten Wochen auftun könnte. Die nächste Unterstützung bei 11.216 Punkten sollte mit hoher Wahrscheinlichkeit noch in den nächsten 4 Wochen getestet werden. Bricht auch dieses Niveau bereits in der jetzigen Abwärtsbewegung kommt die Marke um 10.886 Punkten ins Visier. Ein Einbruch wie im letzten Ausverkauf halte ich zunächst für unrealistisch. Ein Test der median line der Pitchfork und Kurse um 10.446 Punkte würde ich eher mit einer zähen und längeren Abwärtsbewegung in Verbindung bringen wollen. Klar und vermutlich für jeden ersichtlich. Unterhalb von 12.452 Punkten bleibt der Markt short und anfällig für dynamische Kursverluste und hohe Wochenausschläge.    

Widerstand: ~ 12.452   |  ~ 12.965 | ~ 13.415

Unterstützung: ~ 11.472  |  ~ 11.216  |  ~ 10.886  |  ~ 10.446

 

 

Bund Rendite Chartanalyse

Die Annahme einer Trandingrange und somit einem erfolgreichen Test der Unterstützung bei -0,56 % ging so nicht auf. Die Zinsen fielen um fast 10 BP und mit einem Pullback an die gelbe horizontale Unterstützung wurde der Abwärtstrend seit September bestätigt. Die Rendite bewegt sich seit dem in der oberen Hälfte der pitchfork und dient und nun als Grundlage zur kurzfristigen Trendbestimmung. Mit der jetzigen „risk off“ Stimmung sollte eigentlich die median line der rosa gestrichelten pitchfork erreicht werden können, welche mit der 161 % Extension bei -0,67 % korrespondiert. Auch ein Abtaucher bis -70 BP ist denkbar und schnell erreichabr. Denn anderes als im letzten Abverkauf der Märkte im März/ April ist die Korrelation zum Aktienmarkt wieder stabiler. Schwächere Aktienkurse werden in safe haven Anlagen umgeschichtet. Ob diese Niveau dann dauerhaft zu rechtfertigen ist, bleibt dann mal zunächst dahin gestellt. Klar ist jedoch, dass die Markterwartung an die Notenbanken gestiegen ist, ein großes Maßnahmen-Paket zu präsentieren. Mit zunehmender Eskalation der humanitären Situation ist dies meines Erachtens auch außerhalb der regulären Sitzungen möglich. Die EZB ist gut beraten, eine Überraschung zu liefern. Nur mehr Geld in Form von Anleihenkäufe stützt lediglich die Spreads, aber nicht die Wirtschaft. In dieser Erwartung sollte das Potential steigender Zinsen begrenzt sein. Konkret: Alles unter -50 BP wird zum Positionsaufbau genutzt. Vermutlich wird die Begrenzung bei -55 BP schon zum Lackmustest für steigende Renditen. 

Widerstand: ~ -55 BP | ~ -50 BP |  ~ -43 BP | ~ -38 BP

Unterstützung:  ~ -65 BP  |   ~ -67 BP |  ~ -71 BP

Euro Chartanalyse

Der Euro tat sich die letzten 4 Wochen schwer die 138 % Extension hinter sich zu lassen. Ein ausgewogener Kampf mit langen Kerzen signalisiert die Unentschlossenheit des Marktes. Vor so einem wichtigen Event am 03.11. ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die zentrale  horizontale Unterstützung bei 1,144 kurzfristig nochmals getestet wird. Zuvor ist die Devise am mittleren Bollinger Band und bei 1,150 zunächst noch gestützt. Für mich ein Szenario in dem man sich prinzipiell auf long Euro positioniert und mit zusätzlichen Abstauberlimits im genannten Bereich operiert. Die Trendrichtung ist weiterhin Richtung 1,21 und höher angesagt. Ein Rückfall unter 1,144 wäre extrem positiv für den USD zu werten und würde meines Erachtens ziemlich viele Postionen unter Druck bringen und den Bias über einen Sentimentwechsel um 180 Grad drehen.

Widerstand:   ~ 1,182  |  ~ 1,203 |  ~ 1,210  |  ~ 1,240

Unterstützung:  ~ 1,161 |  ~ 1,150  |  ~ 1,144  | ~ 1,118

Dax Chartanalyse

Der Dax fiel unter die Marke von 12965 und im direkten Anschluss bis auf die Unterstützung von 12340 im Tief. Die maßgebliche Unterstützung von 12452 konnte jedoch auf Tages- als auch Wochenbasis verteidigt werden. Insofern war die prozyklische Idee aus der letzten Kommentierung goldrichtig. Die Erholung in dieser Woche mit einem gap up reiht sich in die Bewegung aus der vorherigen Woche mit einem gap down ein. Dies zeigt ganz klar, dass der Markt stark von Momentum- und Computerbasierten System dominiert wird, welche im Zweifel bereits in einer Wochen die vollen Bewegungen zur jeweiligen Unterstützung bzw Widerstand abhandeln. Eine Positionierung auf mittelfristiger Sicht und weniger die Analyse auf Tagesbasis ist hier meines Erachten sinnvoll und die bessere Wahl. Ich bin weiterhin der Überzeugung, dass der Mark anfällig für eine größere Korrektur ist. Die laufende Bewegung zeugt auch nicht von Stärke. Insofern könnten Kurse unter 12.452 Dynamik entfalten und Kurse von 11.600 Punkte mit sich bringen. Erst Notierungen über 13.000 negieren das kurzfristig bärische Bild und ein richtiger Befreiungsschlag ist erst oberhalb von 13.415 zu erwarten. Die nächsten Wochen werden sehr spannend in Bezug auf die US Wahl. Es wäre nicht überraschend wenn sich Kursbewegungen von über 1000 Punkten in beide Richtungen abzeichnen würden. Die bevorzugte Tendenz ist für mich klar auf fallende Kurse ausgerichtet, da hier regelmäßig das höhere Momentum seit dem Tief stattfindet.

Widerstand: ~ 12.965 | ~ 13.415 | ~ 13.726

Unterstützung: ~ 12.452 | ~ 12.370 | ~ 11.903

 

Bund Rendite Chartanalyse

Die Bundrendite gab per Saldo die letzten vier Wochen nach. Die Dynamik hält sich in Grenzen und das Bild, welches sich in 2020 abzeichnet könnte die nächsten Monate Fortbestand haben. Eine Seitwärtsbewegung in Form einer Pattsituation aufgrund der Großwetterlage. Die deflationären Tendenzen im Sommer begrenzen die Zinsphantasie nach oben und die fehlenden Impulse der Notenbanken auf eine noch stärkere Ausweitung der Geldpolitik und somit tieferen Renditen. Chart technisch kommt der Unterstützung um -56 BP größere Bedeutung zu. Dieses Niveau konnten die Zinsbullen in der jüngsten Vergangenheit nicht über handeln. Insofern sollte dies als Grundannahme fungieren und man sich eher auf leicht höhere Zinsen bis -43 BP einstellen. Selbst ein kurzes Abtauchen bis -0,60 %  würde meines Erachten keine weitere Dynamik in den Markt bringen. Nur ein stark fallender Aktienmarkt könnte einen Impuls in diese Richtung auslösen.

 

Widerstand: ~ -50 BP | ~ -43 BP | ~ -38 BP

Unterstützung: ~ -56 BP | ~ -61 BP | ~ -71 BP

Euro Chartanalyse

Der Euro konsolidiert auf hohem Niveau und testet derzeit die gelbe Trendlinie des Ausbruchsniveaus aus dem Abwärtstrend seit 2008. Die Wochenkerze bislang konstruktiv, wenn auch noch zu früh um diese zu würdigen. Das Kursverhalten zeigt aber einen klar Euro-positiven Verlauf an. Somit sollte im Bestfall direkt mit einer weiteren Aufwärtsbewegung gerechnet werden. Ein Test der 1,15 ist vermutlich gar nicht mehr nötig , aber auch unproblematisch, um das übergeordnete Bild bei zu behalten. Die offene Marke um 1,21 ist somit Mindestziel der nächsten Bewegung. Es darf sogar über weit aus höhere Regionen von 1,24 bis 1,26 nachgedacht werden. Je kleiner die Konsolidierung ausfällt, umso mehr Momentum wird die Devise aufnehmen können. Nach unten ist der Euro bereits um 1,144 gut unterstützt.

Widerstand: ~ 1,210 | ~ 1,24 | ~ 1,255

Unterstützung: ~ 1,175 | ~ 1,150 | ~ 1,118